Wohnen
26.03.2012

Pop Up Stores: Das moderne Shop-Konzept

Vorübergehende Shops, die sich in leer stehenden Immobilien ein mieten, werden immer beliebter. IMMO hat zwei davon besucht.

Die Idee stammt aus der New Yorker Underground-Szene und findet inzwischen weltweiten Anklang: In leer stehenden Geschäften werden temporäre Shops für Mode, Kunst und Musik eröffnet. Heute gibt es auch Pop-up-Restaurants (die meisten davon in Berlin) und in den USA kupfern große Marken wie Adidas, Louis Vuitton oder der Einzelhandelsriese Wal-Mart das Konzept ab.

Weil Pop-up-Stores jenseits etablierter Einkaufsstraßen funktionieren und im Vergleich zu herkömmlichen Geschäftslokalen kaum Miete kosten, organisieren sich auch hierzulande immer mehr Kreative in solchen Projekten.

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Pop Up Stores

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Eines der auffälligsten ereignet sich derzeit in Wien-Neubau: Bereits die Eröffnung der Fox-House-Galerie mit angeschlossenem Shop und Café wurde durch einen Facebook-Hype dermaßen gestürmt, dass die Westbahnstraße zwei Stunden lang blockiert war. 1500 Besucher hatten jede weitere Verkehrsbewegung unmöglich gemacht.

Wie lange Fox House noch hier bleiben wird können, wissen seine Initiatoren nicht. Das Gebäude soll im Sommer abgebrochen werden, vielleicht aber auch schon etwas früher. Bis dahin findet auf jeden Fall ein reger Austausch zwischen Besuchern, Kunden und Ausstellern statt.

Eine davon ist die Künstlerin Stefanie Nolz, die hier ihre Mode verkauft. Dabei handelt es sich um tragbare und vielseitige Kleidung aus biologischen Stoffen. Wie es nach dem Ende des Projektes weitergehen wird, weiß Nolz noch nicht, sie ist aber zuversichtlich: "Momentan schaue ich mich gerade nach neuen Vertriebswegen um. Ob allein oder wieder im Verbund mit anderen Kreativen, das Pop-up-Konzept bleibt natürlich auch weiterhin interessant."

Guter Dinge können viele der jungen Kreativen auch deshalb sein, weil ihnen das Internet vollkommen neue Werbemöglichkeiten bietet. Wer über credibility innerhalb einer gewissen Szene verfügt, kann seine Produkte und Ideen schnell und kostenlos über Netzwerke wie Facebook, Twitter und YouTube vermarkten.

Das Prinzip der temporären Geschäftsfläche hat auch der Impossible Polaroid-Shop genutzt. Zuerst waren die Betreiber zur Untermiete in einem Sportgeschäft, dann bezogen sie ein knappes Jahr das leer stehende Geschäftslokal in der Westbahnstraße. "Uns hat vor allem die Nähe zur Fotogalerie Westlicht gereizt", erklärt Mitarbeiterin Eva Mühlbacher. Im April wird wieder übersiedelt: Diesmal geht es in die Kaiserstraße und dort wird man dann sogar fix bleiben. Die Fans der analogen Fotografie werden folgen – so oder so.

(Foto: Ela Angerer)