Gut gebettet

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Die wichtigsten Matratzen im Überblick und worauf man beim Kauf achten sollte.

Ein guter Schlaf hängt von vielen Faktoren ab, einer davon ist das Bett. Bei der Wahl des passenden Gestells spielt die ästhetische Komponente die Hauptrolle. Ein guter Schlafkomfort hängt jedoch von der Matratze ab. Wichtig ist, sich im Vorfeld über die verschiedenen Modelle zu informieren und sich mit einer Entscheidung Zeit zu lassen, damit der Kauf nicht zum Fehlkauf wird. 

Federkern

Es gibt drei Varianten: Federkern- oder Bonellfederkern-, Taschenfederkern- und Kunststofffeder-Matratzen. Erstere ist ein beliebter Klassiker und besteht aus metallischen Spiralfedern. Die Modelle sind flächenelastisch und können jede Bewegung, jeden Druck auf eine größere Fläche verteilen. Sie bietet außerdem eine gute Belüftung.

Kaltschaum

Fotolia_62022953_Subscription_Monthly_XXL.jpg Foto: Fotolia / Mihalis A. Das Material ähnelt Latex, ist aber nicht so schwer. Im Vergleich zu klassischem Standardschaumstoff bleibt es länger elastisch und außerdem verfügt er über eine hohe Punkteelastizität. Diese ermöglicht, dass die Matratze an genau jenen Stellen nachgibt, wo es zu direktem Körperkontakt kommt, ohne dass der umliegende Bereich etwa im Becken- oder Lendenwirbelsäulenbereich großflächig nachgibt. Das Material ist offenporig und bietet daher einen guten Luft- und Feuchtigkeitsaustausch.

Latex

Latexmatratzen bestehen aus synthetischem Kautschuk oder Naturkautschuk. Aufgrund der hohen Raumdichte gegenüber Schaummatratzen sind Latexvarianten jedoch wesentlich schwerer. Ähnlich wie Kaltschaummatratzen passen sie sich dem Körper und -konturen punktelastisch sowie dem Lattenrost an.  Sie gibt keine Geräusche ab und neigt zu geringerem Milbenbefall. Ein Nachteil: Manchmal kann ein Eigengeruch auftreten. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass der Vulkanisierungsvorgang bei der Verarbeitung nicht perfekt verlaufen ist. In der Regel sollte sich der Geruch nach kurzer Zeit verflüchtigen.

Viscoelastisch

… Foto: Fotolia/Angelo.gi Zum Großteil bestehen sie aus Memory Foam („Schaum mit Erinnerungsvermögen“), einem Formgedächtnis-Polymer, welches sich durch die Körperwärme verformt. Da die Modelle sehr kostenintensiv sind, verwenden manche Hersteller zusätzlich eine Lage aus PUR-Schaum. Sie bieten eine hohe Punktelastizität und sind geräuscharm. Ein Nachteil: Die Matratzen nehmen bei Entlastung nur langsam wieder ihre ursprüngliche Form an.

Boxspring

Das sogenannte Boxspring bildet als Untergestell (eine Kiste bestehend aus der Federung) die Basis. In dem Holzrahmen werden meistens Bonellfedern (Federkern oder Taschenfederkern) verwendet. Obenauf liegt eine etwas höhere Matratze, hier kann fast jede Art genutzt werden. Der Topper bildet den Abschluss des Boxsprings. Dabei handelt es sich um eine Auflage, welche den Schlafkomfort erhöht und die Matratze schont. Häufig besteht dieser aus Schafschurwolle, Rosshaar, Kaltschaum, viscoelastischem Material oder Latex.

Kauftipps

Fotolia_49637171_Subscription_Monthly_XXL.jpg Foto: Fotolia / Daniel Ernst Entscheidende Kriterien sind Körperform, Größe und Gewicht, Alter, Gesundheitszustand, Lebens- und Schlafgewohnheiten. Eine individuelle Beratung ist unumgänglich. Bei Knochen- oder Muskelkrankheiten sollte man auf orthopädische Modelle setzen. Beim Probeliegen ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen, um jede Position in Ruhe auszutesten. Bei manchen Händlern kann man Modelle zum Probeschlafen ausborgen.

Wer gerne am Rücken oder am Bauch schläft, braucht ein Modell, welches die Wirbelsäule in einer natürlichen Haltung belässt. Matratzen mit unterschiedlichen Zonen, die den schlafenden Körper optimal ausbalancieren, eignen sich hier besonders gut. Seitenschläfer sollten darauf achten das sich Schulter und Becken in die Matratze eindrücken, dadurch bleibt die Wirbelsäule gerade

(Kurier) Erstellt am
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