Wohnen 10.03.2014

Goldenes Quartier ist das teuerste Pflaster

In der Tuchlauben im 1. Bezirk werden für hochwertige Penthaus- und Dachgeschosswohnungen mit Blick über die Stadt Preise von bi… © Bild: KURIER/Jeff Mangione

Bis zu 30.000 Euro pro m2: Die Wiener City übertrifft alles auf dem heimischen Wohnungsmarkt.

30.000 Euro pro Quadratmeter: Auf Österreichs Wohnungsmarkt scheint derzeit nichts mehr unmöglich. Am teuersten sind Luxusbleiben in Wien (Innere Stadt), im Salzkammergut sowie in Lech und in Velden. Das geht aus einem Ranking zu den landesweit exklusivsten Wohnstandorten hervor, das der deutsche Immobilienmakler Engel & Völkers erstmals erstellt hat.

"Das hohe Preisniveau in Wien ist auf die starke Nachfrage auch von ausländischen Investoren zurückzuführen, die ihr Kapital aufgrund der stabilen Finanz- und Wirtschaftslage in Österreich vornehmlich in Immobilien anlegen", sagt Kai Enders, Vorstandsdirektor des Immobilienunternehmens.

Der Wohnimmobilienmarkt am Wörthersee und im Salzkammergut hingegen sei durch einheimische Investoren geprägt. Die schnelle Anbindung an Wien mache diese Regionen ähnlich attraktiv wie es die Insel Sylt für Hamburger oder Long Island für New Yorker seien.

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© Bild: apa

Kein Ende in Sicht

Hochwertige Wohnimmobilien seien in den meisten begehrten Lagen auch in Zukunft knapp. Selbst dort, wo das Angebot durch Neubauprojekte vergrößert wurde, beobachten die Immobilienverkäufer den Angaben zufolge "stabile bis steigende Preise". "Dies wird sich auch künftig nicht ändern, denn Österreich ist ein enorm attraktives Land zum Wohnen, zum Urlaub machen und für Investitionen", so Enders.

Das Ranking der hochpreisigsten Domizile bei dem deutschen Anbieter führte 2013 das "Goldene Quartier" des Tiroler Immobilieninvestors und Signa-Chefs René Benko in den Tuchlauben in Wien (1. Bezirk) an. Für hochwertig ausgestattete Penthouse- und Dachgeschoßwohnungen mit Blick über die Stadt waren dort bis zu 30.000 Euro zu bezahlen. Dahinter folgten "The Ring" am Kärntner Ring (bis zu 26.000 Euro) und Seelagen im oberösterreichischen Salzkammergut wie etwa in Mondsee (bis zu 25.000 Euro).

Auch eher kostspielig: Velden am Wörthersee
BILD zu TP/OTS - Karl Wlaschek's Immobilien am Wörthersee sind begehrt. Durchschnittlich alle sieben Wochen kaufen international… © Bild: APA/Robert Reck
Etwas günstiger als die Toplagen in der Wiener Innenstadt und an den Seen im Salzkammergut war das Immobilienangebot 2013 im Skiort Lech ( Vorarlberg) und Velden am Wörthersee ( Kärnten), wo ein Quadratmeter Wohnfläche bis zu 20.000 Euro kostete.

Basis der Erhebung sind Wohnimmobilien, die Engel & Völkers im Vorjahr erfasste bzw. vermittelte, also eine Mischung aus Angebots- und Verkaufspreisen.

Erstellt am 10.03.2014