Wohnen
08.07.2017

Durstlöscher

Damit der Garten auch im Juli blüht, ist ausreichendes Gießen Pflicht. Wie viel Wasser die Pflanzen brauchen und welche Fehler bei der Bewässerung zu vermeiden sind, lesen Sie hier.

Es ist wie der Tropfen auf dem heißen Stein: Berührt das kühle Nass die Erde in der Sommerhitze, verdunstet es im Nu und die Pflanzen haben keine Möglichkeit, dieses aufzunehmen. Das Gießen sollte deshalb bereits in den frühen Morgenstunden erledigt werden. Wer auf das zeitige Aufstehen verzichten möchte, kann auch auf eine Bewässerungsanlage mit Zeitschaltuhr setzen, die die Arbeit für einen übernimmt.

Wie viel Wasser der Garten benötigt, hängt von den jeweiligen Pflanzen ab: Für einen grünen Rasen ist häufig schon eine wöchentliche Dusche von zehn bis zwanzig Litern pro Quadratmeter ausreichend. Trockener mögen es Rosen. Sie holen sich das Nass aus den tiefen Erdschichten und müssen deshalb kaum gegossen werden. Junge Gemüsepflanzen kommen ebenfalls mit etwas weniger Flüssigkeit zurecht. Doch spätestens während der Reifezeit steigt der Bedarf auf etwa 30 Liter pro Quadratmeter an. Damit die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunstet, sollte der Boden immer wieder etwas aufgelockert werden. Mulchdecken aus angewelktem Rasenschnitt oder fein gehäckseltem Heckenschnitt schützen zusätzlich vor Austrocknung.

Neben der Menge spielt auch die Gießtechnik eine entscheidende Rolle. Damit die Blüten keinen Schaden tragen, sollte eine Dusche von oben vermieden werden. Besser ist es, die Kanne unter den Zweigen und Blättern zu entleeren. Ein Verteilerkopf oder ein Gartenschlauch mit weichem Riesel-Strahl sind dafür optimal. Ist der Strahl nämlich zu hart, spült er die Erde weg und lässt das Wasser zu schnell abrinnen, sodass es nicht in den Boden eindringen kann.

Theresa Kopper