Design-Klassiker: Freischwinger "Sinus"

Foto: Dumont Verlag

Harter Stahlrahmen trifft weiche Polsterung: Der Freischwinger "Sinus" von COR.

Bereits 1976 , als der Sessel "Sinus" entworfen wurde, war er seiner Zeit voraus: Während sich andere Designer noch mit bunten, vorzugsweise braun-gelb gemusterten Plastikentwürfen herumschlugen, versuchten Reinhold Adolf und Hans-Jürgen Schröpfer erst gar nicht gegen die Nüchternheit des Bauhaus zu rebellieren. Stattdessen entwarf das Duo für das deutsche Design-Unternehmen COR den schlichten, akkurat gepolsterten Sessel "Sinus", der seinen Namen den schwingenden Kufen verdankt, auf denen er steht. Diese Füße tragen maßgeblich zum hohen Sitzkomfort des Klassikers bei.

Die Form des eleganten Stahlrahmens scheint weniger mathematisch ausgeklügelt, als von Künstlerhand mit einem sicheren Strich gezogen. Stellt man den passenden Hocker dazu, schließt sich diese zu einer ergonomischen Kurve. Die identischen Polsterelemente werden mittels Druckknöpfen an Gurten befestigt, die im Rahmen eingezogen sind.

Die Formensprache von "Sinus" erinnert an Klassiker aus den 1930er-Jahren, wie den "Barcelona Chair" von Großmeister Ludwig Mies Van der Rohe oder den Sessel "Pirelli" von Eileen Gray. Genau wie diese Vorbilder, spielt das Modell von COR mit dem Kontrast zwischen hartem Metallrahmen und weicher Polsterung.Trotz des Erfolgs geriet der zeitlose Entwurf, wie viele Möbelklassiker, zunächst in Vergessenheit und wurde jahrelang nicht mehr produziert. Erst anlässlich des 50-Jahr-Firmenjubiläums 2005 beschloss der deutsche Hersteller, den Freischwinger wieder in die Kollektion aufzunehmen.

www.cor.de

(kurier) Erstellt am
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