"Wir haben nichts in der Hand außer die Mahd"

Uwe Berger rät, rechtzeitig zu mähen und die Pflanzen zu verbrennen
Foto: Privat

D er Leiter des Pollenwarndiensts, Uwe Berger, über die Vermeidung von Ragweed-Pollen und Gegenmaßnahmen.

KURIER: Kann man sich als Allergiker überhaupt vor Ragweed schützen?
Uwe Berger: Die beste Behandlung ist nach wie vor, belastende Gegenden zu meiden. Derzeit kommt Ragweed eigentlich nur in Ostösterreich - also Wien, NÖ, Burgenland, Steiermark und Kärnten - vor. Und auch dort nur bis zu 500 Meter Seehöhe. Neben der Symptombekämpfung mit antiallergischen Medikamenten hat sich zur Behandlung auch die Hyposensibilisierung bewährt. Dabei wird das überschießende Immunsystem durch geringe, aber regelmäßige Dosen an das Allergen gewöhnt.

Ist die weitere Ausbreitung noch zu stoppen?

Man hat nichts in der Hand, außer im richtigen Moment vor dem Pollenflug zu mähen. Wir haben die Straßenmeistereien in NÖ und im Burgenland geschult. Wir glauben, dass das nützt, denn seither sind die Pollenmengen nicht angestiegen. Für die Bevölkerung ist Information wichtig. Es reicht nicht, die Pflanze auszureißen. Man muss sie verbrennen. Wer sie am Komposthaufen entsorgt, züchtet sich selbst die nächste Population heran.

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(kurier) Erstellt am
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