Wissen und Gesundheit
29.01.2018

Wildvögel im Winter richtig füttern

Ein kontunierliches Nahrungsangebot und Hygiene können zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Der Winter kann für Singvögel hart sein. Ob Insekten-, Körner-, Beeren- oder Mischkostfresser – das Nahrungsangebot ist in der kalten Jahreszeit stark eingeschränkt. Dazu verbrauchen die Leichtgewichte extrem viel Energie, um den eisigen Temperaturen zu trotzen. Im städtischen Einzugsbereich mit wenig Grünflächen und viel zu sauber gepflegten Kleingärten kämpfen die Vögel tatsächlich oft ums Überleben – erst recht bei Schneelage.

Artenschutz

"Es macht Sinn, Singvögel zu füttern. In manchen Gebieten gilt das sogar für das ganze Jahr. Die Hilfe trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei", sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, worauf es bei der Versorgung von Blaumeise, Rotkehlchen & Co. ankommt und empfiehlt vertiefend www.wildvogelhilfe.org.

"Bei der Winterfütterung von Wildvögeln ist Konstanz besonders wichtig", sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Die gefiederten Gäste gewöhnen sich rasch an die Verpflegung. Ihre Population nimmt zu. Die vielen hungrigen Schnäbel wollen gestopft sein.

Gesundes Futter

"Man kann sich überlegen, welche Vögel man anlockt. Danach richtet sich die Futterwahl", sagt die Expertin. Buchfinken und Spatzen z.B. mögen Sonnenblumenkerne, Spechte stehen auf Mehlwürmer, Eichelhäher können Nüsse knacken. Gefrorenes Obst verdirbt jeden Magen. Auch minderwertige Fettknödel tun nicht gut. Verschimmelte Essensreste sind tabu. Dagegen bereichert ein naturnaher Garten mit Beerenhecke den Speiseplan. "Es geht nicht darum, Tauben zu füttern, sondern eventuell seltene Arten zu unterstützen – und zu beobachten", betont der KURIER-Tiercoach.

Sauberkeit

Zum Schutz der Vögel trägt auch die Bauart des Häuschens bei, sie muss maximale Hygiene gewährleisten. Futtersäulen bzw. Silos mit Trichter eigenen sich besonders. Selbstredend müssen diese außerhalb der Reichweite von Katzen angebracht sein.

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