APA11733700-3 - 07032013 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT CI - THEMENBILD - Illustration zum Thema "12. Ernährungskongress des Verbands der Diaetologen Österreichs - Der geWICHTIGE Mensch": Der letzte Ernährungsbericht hat es gezeigt, die Österreicher haben ein gewichtiges Problem: 27,6 Prozent sind zu dick, 12,2 Prozent gar fettleibig. Der diesjährige Ernährungskongress hat sich deshalb das krankhafte Übergewicht zum Thema genommen. Adipositas ist besonders in Industrienationen durch die schwerwiegenden Folgeerscheinungen eine große Herausforderung für Diaetologen. Experten tagen vom 7. bis 8. März 2013 in Wien. Im Bild ein übergewichtiger Mann, aufgenommen am 05. März 2007 in Wien (ARCHIVBILD). APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER

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Gesundheit
09/17/2013

Übergewicht: Wenn der Magen Falsches signalisiert

Der Magen sendet "Sättigungssignale" zum Hirn - bei Übergewichtigen ist dieser Mechanismus gestört.

"Danke, genug, ich bin satt." So einen Satz würde der Magen, könnte er sprechen, dem Gehirn erzählen. Das ist natürlich nur ein sehr vereinfachtes Bild. Aber es ist schon so: Der Magen signalisiert dem Gehirn, wann er "voll", also "satt" ist. Das funktioniert bei Normalgewichtigen meist gut, bei Übergewichtigen ist dieser Signalweg allerdings gestört. Das Bedauerliche daran: Er normalisiert sich trotz Diät und Gewichstabnahme nicht, haben Forscher von der University of Adelaide nun herausgefunden.

Magennerven tricksen Hirn aus

Dabei wurde untersucht, wie sehr sich die Fähigkeit des Magens, ein Sättigungsgefühl zu übermitteln, bei lang anhaltendem Fett-Konsum, verändert. Vor allem aber, ob diese Veränderungen reversibel sind. Das Ergebnis - aktuell im International Journal of Obesity veröffentlicht: Jene Nerven im Magen, die für das Signal "Sättigung" im Gehirn zuständig sind, sind nach einer langen Zeit des Fettkonsums desensibilisert. Das ändert sich auch nicht, wenn die Betroffenen eine Diät halten. Dazu kommt, dass das Hormon Leptin - es wirkt auch regulierend - ebenfalls die Empfindlichkeit dieser Nerven beeinflusst. Bei Normalgewichtigen fungiert Leptin als "Stoppsignal" bei der Nahrungsaufnahme. Bei Übergewichtigen ist auch dieser Mechanismus gestört. "Die Kombination beider Mechanismen bedeutet für übergewichtige Menschen, dass sie mehr essen müssen, um sich satt zu fühlen - dies führt in einen Teufelskreis", erläutert Studienleiterin Amanda Page. Offen bleibt die Frage, wie lange dieser Effekt anhält und ob er jemals reversibel ist. Aber er erklärt, warum sich dicke Menschen mit Diäten und Gewichtsabnahme so schwer tun.

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