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Sexualität
09/16/2014

Männlich, Lust auf Sex – aber leider Kreuzweh?

Man(n) hat Lust, aber sein Rücken schmerzt: Forscher wissen jetzt, welche Stellung geht - und welche nicht.

Rückenschmerzen sind auch bei Männern ein häufiger Grund für Unlust und Probleme beim Geschlechtsverkehr. Wer bestimmte Bewegungen vermeidet, verspannt sich naturgemäß. Beforscht wurde dieser Umstand bisher eher selten, und auch im Arzt-Patienten-Verhältnis ist das Thema „Sex und Rückenschmerz“ meist ein Tabu.

Männer meiden dann bestimmte Stellungen. Womit sich die Frage stellt: Welche Position ist denn die richtige, damit die Libido nicht leidet? Kanadische Wissenschaftler rund um den Bewegungsforscher Stuart McGill von der University of Waterloo in Ontario haben darauf nun eine Antwort gefunden. Ihrer Erkenntnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Spine.

Kein Löffelchen

Sie ließen ihre Probanden – Ehepaare – drei Stellungen (Missionarsstellung, Löffelchenstellung, Doggy-Style) in fünf Variationen ausprobieren. Mithilfe eines speziellen Systems wurden dabei die Wirbelsäulen-Bewegungen von insgesamt zehn Männern (Durchschnittsalter 29 Jahre) analysiert. Das Ergebnis ist überraschend: Die bisher von Ärzten als „verträglich“ empfohlene Löffelchenstellung, bei der beide Partner seitlich liegen und der Mann die Frau von hinten penetriert, ist nicht für jeden Mann geeignet. Speziell Männer mit verkürzten Muskeln und Bändern sowie Schmerzen beim Sitzen sollten diese Form des Vergnügens meiden. Für sie ist die Hündchen-Stellung besser, aber nur, wenn die Bewegung eher aus den Hüften kommt und weniger aus der Wirbelsäule heraus.

Missionar ist verträglich

Das genaue Gegenteil gilt für Männer, die Schmerzen beim Durchstrecken des Rückens haben. Ihnen sei das „Löffelchen“ ans Herz gelegt. Die Missionarsstellung ist besonders für Patienten geeignet, die Probleme haben, den Rücken zu krümmen – gilt aber allgemein als die am besten verträglichste. Heikel wird es allerdings beim „Kommen“ – im Moment des Orgasmus waren auch die Schmerzen am stärksten. "So stark, dass manche Männer versuchen, den Höhepunkt zu vermeiden“, erläutert Stuart McGill.

Orgasmus-Wissen

„Nebenprodukt“ der Studie waren außerdem Erkenntnisse zum männlichen Orgasmus: Die Muskeln von Bauch und Gesäß sind in diesem Moment des Glücks am aktivsten und – je nach Typ – wird auch die Wirbelsäule mehr oder weniger beansprucht. Manche krümmen sie sehr, sehr stark, manche gar nicht. Das nächste Experiment ist übrigens bereits in Planung: Man möchte untersuchen, wie es Menschen mit Hüftleiden beim Sex geht.

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