Resistente Keime: Ein Todesfall alle drei Sekunden?

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Alarmierend
05/19/2016

Warnung vor tödlichen Superkeimen

2050 bis zu 10 Millionen Todesfälle jährlich befürchtet

Die Warnung ist eindeutig: Sollte nicht ein weltweiter Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen erstellt werden – mit ausreichender finanzieller Ausstattung – drohen bis 2050 alarmierende Zustände. "Superkeime", gegen die kein Mittel mehr wirkt, werden dann alle drei Sekunden einen Menschen töten", heißt es in einem neuen britischen Bericht (Review of Antimicrobial Resistance). Bis 2050 müsse man mit zehn Millionen Todesfällen jährlich rechnen. Alleine seit Mitte 2014 seien mehr als eine Million Menschen weltweit an solchen unbehandelbaren Infektionen gestorben. Die Gefahr der unkontrollierbaren Ausbreitung von Infektionskrankheiten sei "ein genauso großes Risiko wie Terrorismus".

Weltweite Kampagne gefordert

Die Autoren fordern eine weltweite Kampagne über den richtigen Einsatz von Antibiotika. Gleichzeitig müsse ihr Einsatz in der Tierhaltung deutlich reduziert werden – und für den Menschen wichtige Präparate sollten im Veterinärbereich überhaupt nicht mehr eingesetzt werden. Und es sollte ein globaler Innovationsfonds eingerichtet werden, mit dessen Hilfe die Entwicklung neuer Präparate vorangetrieben wird.

Situation in Österreich

In Österreich ist die Situation mit resistenten Bakterien weitgehend stabil, sagen Experten. Allerdings gebe es einen gewissen Anstieg von Nachweisen gefährlicher Darmbakterien, die mithilfe eines Enzyms wichtige Reserveantibiotika spalten.

Der Antibiotika-Einsatz bei Nutztieren ist in Österreich rückläufig: 2010 waren es 62 Tonnen, 2014 "nur" mehr ca. 53 Tonnen. Experten gehen von weiteren Reduktionsmöglichkeiten aus.

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