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Wissen und Gesundheit
09/26/2012

Ungeplant schwanger am Weltverhütungstag

41 Prozent der Schwangerschaften weltweit sind ungeplant. Das Wissen über die richtige Verhütungsmethode ist wichtig und kann auch Leben retten.

26. September 2012 - es ist Weltverhütungstag: Weltweit sind mehr als 41 Prozent der jährlichen 208 Millionen Schwangerschaften ungeplant. Jedes Jahr bringen 14 bis 16 Millionen Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren bereits ein Kind zur Welt. Auf diese Zahlen wird anlässlich des im Jahr 2007 etablierten "World Contraception Day" verwiesen. Grund genug das Thema Verhütung anzuschneiden. (Testen Sie Ihr Wissen im Quiz.)

Kontrazeption ist ein bedeutender Teil der Frauengesundheit. Durch Schwangerschaft bedingte Todesfälle sind die häufigste Ursache für den Tod von Frauen im Alter unter 20 Jahren. Weiters sind jährlich 448 Millionen Neuinfektionen von heilbaren, sexuell übertragbaren Krankheiten (Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien-Infektion und Trichomoniasis) zu verzeichnen.

 

HIV

Hinzu kommt die HIV-Aids-Problematik. Die häufigste Übertragungsform der Immunschwächekrankheit sind sexuelle Kontakte. "Safer Sex" und eine frühzeitige Behandlung von Infizierten kann die Ansteckungsgefahr drastisch reduzieren. 2011 lebten 34,2 Millionen Menschen mit HIV/Aids, mehr als je zuvor. Vergangenes Jahr infizierten sich weltweit 2,5 Millionen Personen mit HIV, um 20 Prozent weniger als 2001. 2011 starben weltweit 1,7 Millionen Patienten an Aids.

 

"Deine Zukunft. Deine Entscheidung. Deine Verhütung."

Die Botschaft des im Jahr 2007 ins Leben gerufenen Weltverhütungstags ist es, das Bewusstsein für Empfängnisverhütung zu schärfen, damit Jugendliche über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit Entscheidungen auf Basis qualifizierter Information treffen können. Das Motto für 2012 lautet: "Deine Zukunft. Deine Entscheidung. Deine Verhütung".

Auf der anderen Seite die Positiva, die mit der Kontrazeption verbunden sind: Jedes Jahr werden weltweit 188 Millionen ungeplante Schwangerschaften durch Empfängnisverhütung vermieden, was zu 112 Millionen weniger Abtreibungen, 1,1 Millionen weniger Totgeburten und 150.000 weniger Fällen von Müttersterblichkeit führt. Insgesamt dürfte weltweit für 215 Millionen Frauen ein ungedeckter Bedarf an modernen Verhütungsmitteln bestehen. Eine Änderung würde jährlich 53 Millionen weitere ungeplante Schwangerschaften verhindern helfen.

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