Wissen und Gesundheit
25.01.2012

Stammzellen gegen Erektionsprobleme

Männern, die an Peyronie, dem sogenannten "Krummpenis" leiden, könnte in Zukunft eine Stammzellen-Therapie helfen.

Einem Forscherteam aus New Orleans ist in Versuchen an Ratten gelungen, die gestörte Erektionsfähigkeit der männlichen Tiere mittels Stammzellen-Therapie wieder vollständig herzustellen. Wie das US-Wissenschaftsmagazin New Scientist berichtet, kam mit der Methode der Blutfluss wieder in Gang und auch die Heilung wurde deutlich beschleunigt.

Hoffnung geben die Forschungsergebnisse vor allem Männer, die unter einer "Peyronie" leiden. Dabei handelt es sich um eine degenerative Erkrankung, bei der die Schwellkörper-Funktion des Penis gestört ist. Meist geht dies mit einer fortschreitenden Peniskrümmung einher. Die Verhärtungen können den Geschlechtsverkehr schmerzvoll oder sogar unmöglich machen.

Nach ihren Versuchen hoffen Wayne Hellstrom von der Tulane Universität in New Orleans, Louisiana, und seine Kollegen nun, 3 bis 9 Prozent der Männer mit dieser Erkrankung erfolgreich behandeln zu können. Bisher galt SIS (Small Intestine Submucosa) als besonders erfolgsversprechende Behandlungsmethode der Erkrankung. Dabei werden bestimmte Schichten des Dünndarms eines Schweins entnommen, um damit die beschädigten Teile zu ersetzen. Im Versuch zeigte sich, dass das Hinzufügen von Stammzellen die Heilung beschleunigte.

"Die Stammzellen verbesserten die Blutversorgung und die Gewebewiederherstellung und erhöhten die erektile Funktion," sagte Hellstrom. Hellstrom hofft, in Zukunft eine ähnliche Behandlung auch Männern mit Peyronie anbieten zu können.