Wissen
11.03.2018

Spektakulär: Wenn ein Gletscher zu zerbrechen beginnt

Hoher Wasserdruck führt zum Durchbruch des Gletschers Perito Moreno im Süden Argentiniens - ein Naturschauspiel, das sich nur alle zwei bis vier Jahre ereignet.

Im Süden Argentiniens hat der Durchbruch des berühmten Gletschers Perito Moreno begonnen - ein Naturschauspiel, das tausende Schaulustige anzieht. Wasser begann am Samstag in den Gletscher einzudringen, wie der Nationalpark Los Glaciares in Patagonien mitteilte. Binnen zwei oder drei Tagen dürfte dann eine gewaltige Eisfront ins Wasser eines Sees stürzen.

Der Perito-Moreno-Gletscher ist eine der größten Touristenattraktionen im Süden Argentiniens und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die wachsende Gletscherzunge verstopft mit der Zeit einen Abfluss des Sees Lago Argentino, das Wasser gräbt sich einen Tunnel unter die vorderste Gletscherzunge. Wenn der Druck des Wassers zu groß wird, bricht die Eisbarriere auf ganzer Front mit enormem Getöse zusammen.

Das Naturschauspiel ereignet sich seit 2004 rund alle zwei bis vier Jahre. Zuvor hatte es 16 Jahre lang keinen Gletscherbruch gegeben. In den letzten hundert Jahren wurde das Phänomen zwanzig Mal verzeichnet. Der Perito Moreno ist einer der wenigen weltweit noch wachsenden Land-Gletscher. Er liegt 70 Kilometer von der Ortschaft El Calafate und 2500 Kilometer südwestlich von Buenos Aires entfernt. Den Namen hat der Gletscher von Perito Moreno, einem argentinischen Geografen.