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ganz nebenbei
10/09/2015

So verbrennen Sie 20 Prozent mehr Kalorien beim Gehen

Eine aktuelle Studie zeigt, wie man ganz einfach abnehmen kann, wenn man ein wenig anders geht.

Viele strampeln sich im Fitnessstudio ab, um Kalorien zu verbrennen. Amerikanische Wissenschafter der Ohio State University haben nun herausgefunden, wie das ganz einfach nebenbei beim Gehen funktionieren kann. Sie stellten fest: Geht man in verschiedenen Geschwindigkeiten, verbraucht man bis zu 20 Prozent mehr Kalorien im Vergleich zu einer konstanten Schrittgeschwindigkeit.

Das gilt insbesondere dann, wenn sich das Gehen ein bisschen unnatürlich anfühlt. Die Forscher empfehlen etwa, ein Stück zu gehen, dann zu stoppen und dann wieder weiterzugehen. Oder in einer Kurve gehen, obwohl man eigentlich gerade gehen will. Man kann auch Gewichte an den Beinen festmachen oder einen Rucksack nehmen, um den Kalorienverbrauch zu steigern.

Tempo

Die Untersuchung ist eine der ersten, die den Kalorienverbrauch unterschiedlicher Gehgeschwindigkeiten misst. „Die verbrannten Kalorien bei sich ändernden Geschwindigkeiten zu messen ist sehr wichtig, weil Menschen nicht mit konstantem Tempo gehen. Wir haben herausgefunden, dass wechselnde Geschwindigkeiten den Verbrauch deutlich steigern können“, sagt Manoj Srinivasan, Ko-Autor der Studie.

Bisherige Messmethoden würden die Zahl der verbrannten Kalorien beim Gehen oder beim Sport unterschätzen. Es sei vor allem der Wechsel von Geschwindigkeit, der Energie verbraucht. Bis zu acht Prozent der Energie, die wir für tägliches Gehen brauchen, ist allein jene Energie, die für Losgehen und Stehenbleiben gebraucht wird.

In einer Geschwindigkeit zu gehen verbraucht Energie, aber wenn man das Tempo ändert, drückt man sozusagen richtig aufs Gaspedal, so die Forscher. Sie maßen den Verbrauch bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten mithilfe von Versuchsteilnehmern, die auf einem Laufband ihr Tempo änderten.

Die Studie zeigte auch, dass Menschen bei kurzen Distanzen in der Regel langsamer gehen als bei längeren Distanzen. Dieses Ergebnis könnte für Physiotherapie und Rehabilitation genutzt werden, wo die Gehgeschwindigkeit oft als Indikator für Fortschritte eines Patienten herangezogen wird.

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