Wissen und Gesundheit
23.04.2012

Silikon: Firmengründer gibt Täuschung zu

Der Gründer der Billig-Brustimplantate-Firma PIP packt aus. Er habe Unterlagen vor dem TÜV versteckt.

Der Gründer der Billig-Brustimplantate-Firma PIP, Jean-Claude Mas, hat zugegeben, den TÜV Rheinland jahrelang bei der Kontrolle seiner Prothesen getäuscht zu haben. Um den Betrug zu vertuschen, habe er „routinemäßig“ alle verräterischen Dokumente und Container vor den Prüfern verstecken lassen, sagte Mas nun vor Ermittlern. „Der TÜV hat seinen Besuch zehn Tage vorher angekündigt“, erklärte er. Von dem nicht zugelassenen Gel gehe aber keinerlei Gesundheitsgefahr aus.

„Ich wusste, dass dieses Gel nicht anerkannt war, aber ich habe es absichtlich gemacht, weil das PIP-Gel günstiger und von besserer Qualität war“, sagte Mas. Bereits von 1993 an habe er den Auftrag ausgegeben, die Wahrheit vor dem TÜV zu vertuschen. Mas sei es nur ums Geld gegangen, erklärte sein früherer technischer Leiter, Thierry Brinon.

Wie bereits berichtet, hatte Mas am 28. Dezember zugegeben, dass er nicht zugelassenes Silikon verwenden ließ. Weltweit sollen zwischen 400.000 und 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen erhalten haben.

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