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Sex Doctors
01/14/2016

Wie Burnout, Depression und Libido zusammenhängen

Lustlosigkeit ist oft ein erstes Symptom für Erschöpfung und Niedergeschlagenheit.

In Österreich leiden geschätzte 500.000 Personen an Burnout und 800.000 an Depression. Oft ist Lustlosigkeit eines der ersten Symptome dieser Erkrankungen. 83 % der Männer und 53% der Frauen ergeht es so. Der Libidoverlust kann sich schleichend einstellen - man fühlt sich müde, spürt kein Bedürfnis nach Nähe, will seine Ruhe haben. Burnout und eine möglicherweise damit verknüpfte Depression gehen meist Hand in Hand mit sexueller Lustlosigkeit. Ebenfalls typisch dafür: Schlafstörungen, wenig Bedürfnis nach sozialen Kontakten, chronische Müdigkeit. Die Betroffenen sind meist Menschen, die im Job perfekt sein wollen und sich dabei total auspowern. Diese Dauerbelastung wirkt auch auf das hormonelle "Lustsystem". Wer solche Symptome an sich merkt, sollte psychotherapeutische Hilfe aussuchen - möglichst rechtzeitig.

Wirken Antidepressiva ebenfalls libidobremsend?

Auch mit Depressionen geht oft eine sexuelle Dysfuntkion einher. Hier kann eine psychotherapeutische Intervention ebenfalls sehr sinnvoll sein. Wenn die (Lebens)Lust fehlt, ist es aber in bestimmten Fällen vernünftig, dagegen Antidepressiva zu nehmen. Allerdings sind nicht alle Antidepressiva sexualfreundlich. Sie können sowohl zu Lustlosigkeit, Erektions-, Ejakulations-, Erregungs- und Orgasmusstörungen führen. Deswegen ist es essenziell, mit dem behandelnden Arzt sofort die Veränderungen zu besprechen. Oft verschwinden nach einigen Monaten die Probleme oder sie werden geringer. Wenn das nicht der Fall ist, kann der Arzt evt. die Dosis verringern oder auf ein anderes Antidepressivum umsteigen. Ist das nicht möglich, gibt es zum Glück heute auch schon dafür meist eine sexualmedizinische Lösung. Auf keinen Fall sollte man von selbst die Therapie abbrechen.

INFO: Bei Österreichs erster sexualmedizinischer Hotline (Tel.: 0900 88 80 80, genaue Sprechzeiten finden Sie hier) können Frauen und Männer, die Fragen zum Thema Sexualität oder sexuelle Probleme haben, mit sexualmedizinisch geschulten ÄrztInnen sprechen (Selbstkostenpreis von 1,80 Euro/Min.).

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