Wissen und Gesundheit
23.07.2017

Schlafstörungen könnten Alzheimer begünstigen

Bei Menschen mit genetischer Disposition zeigen sich Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen.

Menschen mit einer genetischen Veranlagung für Alzheimer haben ein höheres Risiko für verminderte kognitive Fähigkeiten und Erinnerungsvermögen durch Schlafstörungen gegenüber Menschen ohne diese Anfälligkeit. Das fanden Forscher von Harvard Medical School und Brigham and Women's Hospital heraus.

Sie untersuchten dafür in 1752 Teilnehmern einer großen Artheriosklerose-Studie in spezielles Protein namens APOE das am Cholesterinstoffwechsel beteiligt ist und hilft, Gehirnschäden zu reparieren. In anderen Studien war bereits ein Zusammenhang von APOE, einem bestimmten Gen und dem Risiko für Alzheimer festgestellt worden.

Sauerstoffmangel und Tagesmüdigkeit

In ihrer Untersuchung, die im Magazin "Annals of the American Thoracic Society" veröffentlicht wurde, zeigte sich, dass typische Folgen von Schlafstörungen mit Gehirnfunktionen direkt in Verbindung stehen. Bei den Betroffenen, die nachts unter Sauerstoffmangel oder Tagesmüdigkeit litten, zeigte sich eine schlechtere Aufmerksamkeit sowie Erinnerung. Ebenso war Tagesmüdigkeit mit niedriger Geschwindigkeit für kognitive Prozesse verbunden.

Auch wenn die unterschiedlichen Faktoren von Schlafstörungen in der Gesamtsicht gering ausgefallen seien - die Berücksichtigung und Behandlung von Schlafstörungen könne beitragen, das Risiko für Alzheimer zu senken. Die Studienergebnisse könnten Teil einer Strategie sein, um das Risiko in der Bevölkerung zu senken.