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Unruhig
10/14/2013

Schlafenszeit beeinflusst Verhalten von Kindern

Kinder, die zu unregelmäßigen Zeiten schlafen gehen, sind verhaltensauffälliger.

von Laila Daneshmandi

Der tägliche Kampf ums Schlafengehen ist den meisten Eltern nur zu gut bekannt. Dennoch sind regelmäßige Schlafenszeiten für die Entwicklung essenziell. Verhaltensauffälligkeiten, die dadurch entstehen, können durch die Umstellung auf regelmäßige Schlafenszeiten wieder verbessert werden. Das bestätigt nun eine aktuelle Studie, die im Fachjournal Pediatrics veröffentlich wurde.

Demnach stören unregelmäßige Schlafzeiten nicht nur den natürlichen Rhythmus, sondern führen auch zu Schlafentzug, was die Entwicklung des Gehirns und sozialer Fähigkeiten beinträchtigt. Prof. Yvonne Kelly vom UCL Epidemiology & Public Health erklärt: "Ohne fixe Schlafenszeiten wird der Körper in eine Art Jetlag versetzt - das beeinträchtigt die gesundheitliche Entwicklung und die tägliche Funktionstüchtigkeit."

Für die Studie wurden Daten von 10.000 Kindern aus der britischen Millenium Kohorten-Studie analysiert. Untersucht wurden die Schlafenszeiten von Drei-, Fünf- und Siebenjährigen sowie die Berichte von Müttern und Lehrern zu Verhaltensproblemen. Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen unregelmäßigen Schlafenszeiten und Verhaltensproblemen. Je älter die Kinder wurden, desto mehr Schwierigkeiten traten auf - darunter Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeit, Probleme mit Gleichaltrigen und emotionale Probleme. Wurden die Kinder auf regelmäßige Schlafenszeiten umgestellt, verbesserte sich ihr Verhalten.

Umkehrbar

Prof. Kelly: "Wir konnten zeigen, dass diese Effekte sich während der Kindheit aufbauen. Jene Kinder, die unregelmäßige Schlafenszeiten hatten, waren gegenüber den anderen mit regelmäßigen Zeiten benachteiligt. Aber unsere Untersuchung zeigt, dass diese Effekte umkehrbar sind."

Am unregelmäßigsten gingen die Kinder im Alter von drei Jahren schlafen. Bis zum Alter von sieben Jahren war mehr als die Hälfte zwischen 19:30 und 20:30 Uhr im Bett. Kinder, die zu unregelmäßigen Zeiten oder nach 21 Uhr schlafen gingen, kamen zumeist aus sozial benachteiligten Familien.

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