Wissen und Gesundheit
11.12.2017

Salmonellen: Weltweiter Rückruf von Babyprodukten

Betroffen sind vor allem Produkte der Marken Milumel, Picot und Carrefour. Österreich nicht betroffen.

Der französische Molkereikonzern Lactalis hat wegen Salmonellengefahr weltweit Babymilchprodukte zurückgerufen, nachdem mehr als 20 Babys in Frankreich erkrankt sind. Fast 7.000 Tonnen der Produktion könnten insgesamt betroffen sein.

Lactalis könne aber derzeit noch nicht angeben, wie viel davon bereits verkauft oder konsumiert worden sei, sagte Konzernsprecher Michel Nalet am Sonntag. Lactalis wurde nach Unternehmensangaben bereits am 1. Dezember von den französischen Behörden darüber informiert, dass Babymilchpulver mit Salmonellen verunreinigt sei. 20 Babys im Alter von unter sechs Monaten seien erkrankt. Bereits am 2. Dezember rief Lactalis ein Dutzend Babymilchprodukte zurück.

Reismilch

Das Wirtschaftsministerium in Paris hielt dies aber für nicht ausreichend, um das Risiko von Erkrankungen auszuschließen. In dieser Woche wurden fünf neue Fälle gemeldet. Ein Baby hatte Reismilch bekommen, die nicht auf der Rückrufliste von Lactalis stand.

Der Konzern suchte seit Anfang Dezember nach der Ursache. Am Sonntag hieß es, möglicherweise seien die Salmonellen in einer Trocknungsanlage im Werk im zentralfranzösischen Craon vom 1. bis 6. Mai dieses Jahres aufgetreten. Die Anlage sei geschlossen worden und werde nun "zusätzlich" gereinigt und desinfiziert.

Als Vorsichtsmaßnahme rufe Lactalis alle betroffenen Produkte zurück, die dort seit dem 15. Februar hergestellt wurden. Die Eltern rief das Unternehmen auf, das Milchpulver von Lactalis nicht mehr zu verwenden. Es handle sich vor allem um Produkte der Marken Milumel, Picot und Carrefour. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen.

Bei der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit, kurz AGES, gibt man für Österreich Entwarnung. Das Behördenschnellwarnsystem, das es zwischen den EU-Ländern gibt und das auch die Lieferketten innerhalb Europas kennt, habe für Österreich keine Gefährdung gemeldet, heißt es auf KURIER-Anfrage.

Österreich nicht betroffen