Bildgebung hilft auch bei Krebsbehandlung

Kathrin Kirchhoff
Foto: AP/ECKEHARD SCHULZ

Fortschritte der Radiologie in der personalisierten Medizin ermöglichen gezielte Krebstherapie.

Die personalisierte Medizin, also der patientenzentrierte Zugang, wird immer mehr zum Standard des modernen Gesundheitswesens. Die derzeitigen Fortschritte in der Omik-Technologie sollten aber nicht den Stellenwert der medizinischen Bildgebung und deren steigendenden Beitrag zur personalisierten Medizin überschatten, so Prof. Hans-Ulrich Kauczor aus Heidelberg, Deutschland, anlässlich des 26. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR), der noch bis morgen im Wiener Austria Center stattfindet.

Die Bildgebung war bereits von je her ein personalisiertes Verfahren, da sie schon immer die richtige Behandlung zum richtigen Zeitpunkt individuell zugeschnitten auf den einzelnen Patienten liefern konnte. Die Einführung von Biomarkern hat diesen Zugang weiter verstärkt. „Biomarker werden in der Bildgebung immer wichtiger im Bereich des PatientInnen-Profiling (Phänotyp), ebenso für die Beurteilung der Behandlung und Prognosen über deren Verlauf. So benötigt man auch für gezielte Therapien bei KrebspatientInnen die Hilfe der personalisierten Bildgebung und ebenso hat dies auch zu einer Zunahme der präklinischen Bildgebung in der Medikamentenentwicklung geführt“, erklärt Professor Kauczor.

Seit Donnerstag tagen in Wien über 20.000 Fachleute beim ECR 2014 im Austria Center in Wien.

(Kurier/APA) Erstellt am
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