Wissen und Gesundheit
06.02.2017

Was die Chancen auf einen Oscar erhöht

. © Bild: Matt Sayles/Invision/AP

Britische Forscher beweisen, dass bei der Bewertung nicht nur die Leistung zählt.

US-Schauspieler, die in einem Film über die amerikanische Kultur mitspielen, sind im Rennen um die goldene Statue ganz vorne. Forscher der University of Queensland haben Nominierte und Preisträger seit 1968 für die beste (weibliche und männliche) Hauptrolle bei den Oscars mit jenen bei den BAFTAs, dem britischen Filmpreis, verglichen – insgesamt 194 Preisträger und 714 Nominierte.

Die Ergebnisse ergaben, mehr als die Hälfte der Preise gingen an US-Schauspieler. Und: Die Chancen erhöhten sich, wenn die Schauspieler zur selben Bevölkerungsgruppe gehörten wie die Richter. Die Forscher beweisen somit, dass die Bewertung alles andere als objektiv ist: "Zwei von drei Oscar-Nominierten sind US-Schauspieler, aber vier von fünf gewinnen den Oscar." Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den BAFTAs: Jeder dritte Nominierte war Brite, doch 42 Prozent der Preise gingen an Briten.

Studienleiter Niklas K. Steffens erklärt: "Soziale Zugehörigkeit wird wichtiger, wenn es darum geht, die Qualität zu beurteilen. Zuschauer erkennen eine Leistung als brillant an, wenn sie und der Darsteller einen gemeinsamen sozialen Hintergrund teilen."

Die Studie wurde im British Journal of Psychology veröffentlicht.