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Gerätemedizin
06/20/2014

Bessere Diagnostik

Ein neues Gerät im Wiener AKH zeigt mehr Details und belastet die Patienten weniger

Erstmals in Österreich können im Wiener AKH die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die Magnet-Resonanz-Tomografie (MR) – zwei Methoden zur bildgebenden Diagnostik – kombiniert werden.

Bei der PET werden mit Hilfe schwach radioaktiver Substanzen Stoffwechselvorgänge abgebildet. Die MR basiert auf starken Magnetfeldern. Mit der PET-MR können Ganzkörperaufnahmen gemacht werden, die gleichzeitig innere Strukturen darstellen sowie verschiedenste Stoffwechselvorgänge und Stoffwechselprodukte sichtbar machen. Bisher konnte man die PET nur mit einer Computertomografie (CT) kombinieren – letztere basiert aber auf Röntgenstrahlung, weshalb hier die Strahlenbelastung höher ist.

Das neue, 6,7 Millionen Euro teure Gerät wird sowohl der Forschung als auch der Patientenversorgung zugutekommen, so Christian Herold, Leiter der Uni-Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin: "Wir können damit 90 Prozent der Parameter abdecken, die eine Krebserkrankung ausmachen."

Die zeitgleiche Untersuchung ist nicht nur weniger belastend für die Patienten (bei Kinder fällt eine Narkose weg): "Die Kombination kann mehr als zwei Einzeluntersuchungen", betont Marcus Hacker, Leiter der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin. Routinemäßig angewandt wird die Kombination bereits bei Prostatakrebs, Hirntumoren und Lymphomen (gut- oder bösartige Vergrößerungen von Lymphknoten).

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