Was Schwangere auf Reisen beachten sollten

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Noch einmal Urlaub vor der Geburt birgt auch Risiken. Wie Sie sich und Ihr Baby schützen.

Immer mehr Babys sind schon vor der Geburt auf ihrer ersten Reise. Beim "Babymoon" packen Schwangere ganz bewusst vor ihrem Geburtstermin noch einmal die Koffer. Der aus Amerika stammende Trend leitet sich vom Honeymoon, den Flitterwochen, ab und soll die Beziehung werdender Eltern stärken und noch einmal richtig für Entspannung sorgen. Hotels und Urlaubsregionen bieten bereits spezielle Wellness- und Verwöhnpakete für Eltern in spe. Sofern Haus- und Frauenarzt zustimmen, spricht nichts gegen eine Reise mit Babybauch.

Die beste Zeit zum Verreisen liegt zwischen der 13. und 28. Schwangerschaftswoche. Denn im zweiten Schwangerschaftsdrittel ist die kritische erste Phase vorbei, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelanfälle haben sich weitgehend gelegt und der Bauch stört noch nicht allzu sehr. "Urlaub in der Schwangerschaft ist aber keinesfalls vergleichbar mit einer normalen Reise. Es gibt sehr spezifische Risiken und entsprechende Vorkehrungen zu treffen“, betont Christoph Heißenberger, Österreich-Geschäftsführer der Allianz Global Assistance in einer Aussendung. Eine Möglichkeit, sich auf Eventualitäten vorzubereiten, ist eine entsprechende Reiseversicherung.

Geeignete Reisedestinationen

Länder mit heiß-feuchtem Klima und starken Temperaturschwankungen sollten ebenso wenig angesteuert werden wie hohe Gebirgsgegenden. Auch Länder, die Impfungen vorschreiben, sollten von der Wunschliste gestrichen werden, da die meisten Impfungen für Schwangere tabu sind. Grundsätzlich gilt: Je näher der Geburtstermin rückt, desto näher sollte die Reisedestination am eigenen Wohnort sein. Bei der Wahl des Reiseziels sollte man immer auch das Gesundheitssystem des jeweiligen Landes sowie den eigenen Versicherungsschutz im Ausland im Auge haben, falls es zu gesundheitlichen Zwischenfällen kommt und ein Arzt benötigt wird.

Neben dem Ort spielt auch das Verkehrsmittel eine Rolle. Um Thrombosen bei weiten Zugreisen oder längeren Flügen weitgehend zu vermeiden, sind Bewegung und viel Trinken wichtig. Die Bahn eignet sich daher besser als der PKW. Wer trotzdem mit dem Auto verreist, sollte vom Start weg mehr Zeit einplanen und regelmäßig Pausen einlegen. Reisen mit dem Flugzeug gilt es mit dem behandelnden Arzt abzuklären.

Must-haves beim Babymoon

Unabhängig davon, wohin die Reise geht: Der Mutter-Kind-Pass, Schwangerschafts-Vitamintabletten und Ähnliches müssen immer verfügbar sein und gehören ins Handgepäck. Für die etwaige medizinische Versorgung vor Ort schreibt man sich am besten noch vor Reiseantritt die wichtigsten Adressen zusammen. Auch eine adäquate Reiseapotheke, die zusätzlich ein Fieberthermometer und für Schwangere unbedenkliche Medikamente gegen Schmerzen, Fieber und Durchfall enthält, ist zu empfehlen.

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( kurier.at , cka ) Erstellt am 05.10.2015