Wissen und Gesundheit
12.06.2017

Neue Studie: E-Zigaretten so schädlich wie Tabak

Das Risiko hängt davon ab, wie viel Dampf inhaliert wird, so die Forscher.

Die elektronische Zigarette gilt als gesündere Alternative zu herkömmlichem Tabak – vor allem Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnen möchten, greifen häufig zum batteriebetriebenen Glimmstängel. Eine neue Studie von Chemikern an der University of Connecticut belegt nun aber, dass E-Zigaretten, die mit einer nikotinbasierten Flüssigkeit gefüllt sind, der DNA genauso schaden können wie ungefilterte Tabakzigaretten. Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass der Dampf von E-Zigaretten ohne Nikotin genauso schädlich ist wie gefilterte Zigaretten. Die Zellmutationen, die durch DNA-Schäden verursacht werden, können zu Krebs führen. Die Ergebnisse wurden im Journal ACS Sensors veröffentlicht.

Wie sehr die vermeintlich gesunden Zigaretten der DNA schaden, hängt davon ab, wie viel Dampf inhaliert wird, so die Wissenschaftler, sowie vom Nikotingehalt der Flüssigkeit. Die Inhaltsstoffe der E-Zigarette bestehen normalerweise aus Propylenglykol, Glycerinen, Nikotin und verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Menthol oder Vanille – es gibt allerdings auch nikotinfreie Flüssigkeiten. Seit die elektronischen Zigaretten 2004 erstmals auf den Markt kamen, erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit.