ARCHIV - In einer Arztpraxis in Frankfurt (Oder) hält am 20.02.2003 ein Arzt das Stethoskop in den Händen. Nach der City BKK steht laut «Financial Times Deutschland (FTD)» mit der BKK für Heilberufe die zweite Krankenkasse vor der Insolvenz. Derzeit suche der Vorstand der Kasse unter den anderen Betriebskrankenkassen händeringend nach einem Fusionspartner. Falls sich bis Ende Mai niemand finde, der die BKK Heilberufe mitsamt ihren knapp 130 000 Versicherten übernehmen will, drohe der Kasse in den kommenden Monaten die Zahlungsunfähigkeit. Foto: Patrick Pleul/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++

© Zentralbild/Patrick Pleul

Neue Broschüre
08/20/2013

Arztgespräch: Wer sich vorbereitet, hat mehr davon

Mit Tipps und Checklisten hilft ein Info-Heft durch den Gesundheits-Dschungel.

von Laila Daneshmandi

Woran erkenne ich einen guten Arzt? Welche Kosten übernimmt die Kasse? Und wie erkenne ich seriöse Gesundheitsinformationen? Antworten dazu finden sich in der neuen Broschüre „Kompetent als Patientin und Patient“, die vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger entwickelt wurde. Vorderstes Ziel ist, mehr Sicherheit im Umgang mit gesundheitlichen Fragen zu schaffen. Felice Gallé vom Frauengesundheitszentrum Graz, von dem die Broschüre maßgeblich bearbeitet wurde, erläutert: „Patienten erfahren darin, wie sie sich besser mit ihren Ärzten verständigen und die Qualität von Anbietern medizinischer Leistungen beurteilen können. Checklisten und Tipps machen die Broschüre zu einem Nachschlagewerk.“

Auch Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanwaltschaft, die an der Broschüre mitgearbeitet hat, ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Sie ist anwenderorientiert und bietet komprimierte Informationen in Form von Checklisten.“ Als Beispiel nennt er Tipps für Patienten, die bei den meist knappen Arztterminen helfen, die richtigen Fragen zu stellen.

Verständlich

Positiv hebt Bachinger auch das Kapitel zur besseren Verständlichkeit von Studien und Gesundheitsinformationen hervor. „Wenn es um Risiken geht, wird oft viel Interessenspolitik gemacht. Die Zahlen werden zwar richtig dargestellt, Laien können sich aber wenig darunter vorstellen.“ Am Beispiel von Brustkrebs zeigt die Broschüre, dass eine Patientin wenig damit anfangen kann, wenn da Sätze wie diese stehen: „Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, liegt bei 0,9 Prozent.“ Verständlicher ist es, wenn der Arzt sagt: „Je 1000 Untersuchungen erhalten 40 Frauen einen positiven Befund – sieben davon haben tatsächlich Brustkrebs.“ Bachinger hofft, dass die Broschüre auch von Ärzten gut angenommen wird. „Eigentlich müsste jeder Arzt dankbar sein, wenn er von seinen Patienten mit strukturierten und richtigen Fragen konfrontiert wird. Dadurch kommen die guten Informationen für die richtige Therapie besser an.“

Die Broschüre sei dennoch erst ein Anfangspunkt zu einem aktiv eigenverantwortlichen Patienten mit der nötigen Gesundheitskompetenz. „Das Heft ist verständlich und gut aufgearbeitet, doch wir müssen künftig noch weitere Wege finden damit auch andere Kreise mehr Handlungssicherheit im Umgang mit dem Gesundheitswesen erlangen.“

Info

Die Broschüre „Kompetent als Patientin und Patient“ steht unter www.hauptverband.at als kostenfreier Download zur Verfügung. Gedruckte Broschüren gibt es ab September in den Gesundheitsinformationszentren, Ambulatorien und in den Außenstellen der Sozialversicherungsträger. Erhältlich ist sie außerdem über die Frauengesundheitszentren und die Patientenanwaltschaft.

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