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Neuer Ansatz
03/10/2015

Mit Ultraschall gegen Alzheimer

Im Tierversuch konnten Plaque-Ablagerungen bei Mäusen entfernt und die Erinnerung wieder hergestellt werden.

von Laila Daneshmandi

Es ist eine kleine Hoffnung mit großem Potenzial. Im Rahmen einer australischen Studie konnte im Tierversuch das Gedächtnis von Mäusen mithilfe von Ultraschall wieder hergestellt werden. Die Forscher stimulierten Mikrogliazellen, das Immunsystem des Gehirns, um schädliche Plaque-Ablagerungen abzutragen.

Im Gegensatz zu medikamentösen Therapien, die den Fortschritt der Krankheit höchstens einbremsen können, sehen die Forscher darin eine Möglichkeit, sie künftig behandeln zu können. Denn derzeit gelangen Medikamente wegen des durch die Ablagerungen eingeschränkten Stoffwechsels nur schwer an die Stellen, wo sie hinsollen.

Gerhard Leinenga und Jürgen Götz von der University of Queensland in Brisbane behandelten Versuchsmäuse daher mit Ultraschall, nachdem sie ihnen gasgefüllte Mikrobläschen (ein Kontrastmittel) injiziert hatten. Nach einer mehrwöchigen Behandlung waren die Plaque-Ablagerungen in den Gehirnen der Mäuse um 75 Prozent reduziert, ohne Zerstörung des Hirngewebes. Im Vergleich zu unbehandelten Mäusen, zeigten diese ein verbessertes Gedächtnis. Sie schnitten bei drei Testsituationen besser ab.

Die Analyse des Gehirngewebes zeigte, dass durch die Behandlung die Mikrogliazellen, das Abwehrsystem des Gehirns, stimuliert waren und das Plaque besser abtragen konnten. Die Studien sollen nun in Versuchen mit Schafen fortgesetzt werden.

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