Wissen und Gesundheit
07/31/2016

Unterstützt Mittelmeerkost die Herzgesundheit?

Viele schätzen mittlerweile die traditionellen Ernährungsgewohnheiten der Mittelmeerländer.

In Mittelmeer-Ländern wie Portugal, Italien, Frankreich oder Spanien ist die Anzahl der Herztoten europaweit am niedrigsten, viele vermuten die Ursache in der dortigen Ernährungsweise. Zahlreiche Ernährungsratgeber empfehlen empfehlen daher Mittelmeerkost als angeblich gesündeste aller Ernährungsformen. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage geprüft.

Dabei geht es bei der gesunden Mittelmeerkost nicht um Pizza, Tiramisu, gegrillten Gyros-Fleischspieße oder ähnlichem. Gemeint sind vor allem viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Nüsse, wobei Olivenöl die Haupt-Fettquelle darstellt. Milchprodukte (vor allem Käse und Joghurt), Fisch, Geflügel, Eier und Wein sind nur in moderaten Mengen Teil dieser Ernährungsempfehlung, rotes Fleisch soll überhaupt nur selten auf den Speisezettel.

Langzeit-Beobachtungsstudien sehen Vorteile.

Die Empfehlungen beziehen sich auf die Ernährungsgewohnheiten, die in den 40er und 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts in Griechenland, Süditalien und Spanien verbreitet waren.Die zusammengefassten Ergebnisse großer Langzeit-Beobachtungsstudien an insgesamt über zwei Millionen Menschen zeigen: Die mediterrane Ernährung scheint das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, tatsächlich um rund ein Drittel zu verringern.

Diese Ergebnisse sind beeindruckend. Klar ist aber auch, dass sich neben der Ernährung viele andere Dinge wie Rauchen, wenig Bewegung, Übergewicht und vieles andere auf das Herz-Kreislauf-Risiko auswirken. Daher können Wissenschaftler nicht ausschließen, dass auch andere Faktoren als die Mittelmeer-Kost die Ursache für die bessere Herzgesundheit der Studienteilnehmer waren.

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