"Schützt Borax bei Arthrose-Schmerzen?"
Arthrose ist die schleichende Gelenksabnützung der Gelenke, die im Alter sehr viele Menschen betrifft. Sie führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und ist der häufigste Grund für künstliche Gelenke. Da Arthrose nicht heilbar ist, werden massenhaft Produkte angeboten, die zumindest die Symptome lindern sollen.
Für Pflanzen ist Bor ist ein wichtiger Mikronährstoff, ohne den sie nicht wachsen können. Für Insekten sind Borverbindungen hingegen hochgiftig. Eine biologische Funktion bei Säugetieren ist nicht bekannt.
Starke Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung
Hingegen gibt es starke Hinweise, dass große Bor-Mengen für den Menschen gesundheitsgefährdend sein können. Zwar sind Studien zu den Risiken von Bor am Menschen Mangelware, zahlreiche Studien an unterschiedlichen Säugetieren kommen jedoch alle zum selben Ergebnis:
Borax und Co beeinflussen die Wirkung der Geschlechtshormone. Die Folgen reichen von verminderter Spermienqualität bei Männern über Missbildungen von Hoden, Rippen und Herzkreislaufsystem bei Neugeborenen. Auch das Geburtsgewicht kann in Folge deutlich verringert sein.
EU legte tägliche Höchstmenge fest
Grund genug für die EU, eine tägliche Bor-Höchstmenge von 10 Milligramm (mg) pro Tag für Erwachsene vorzuschreiben.
Trotz der Bedenken sind Borsäure und Borax in der EU als Lebensmittelzusatz zugelassen – wenn auch nur für die Haltbarmachung von Kaviar. Sie verstecken sich hinter der Bezeichnung E284 und E285.
Gegen Arthrose empfehlen Ärzte Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, langfristig helfen können aber vor allem Gewichtsabnahme und Bewegungsübungen mit Aerobic oder Kräftigung der Muskulatur.
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