Wissen und Gesundheit
21.08.2016

Ist zu viel Salz schlecht fürs Herz?

Blutdruckwerte werden eindeutig beeinflusst, zeigen Studien.

Zu viel Salz soll angeblich den Blutdruck in die Höhe treiben. Das wiederum steigert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Co. In den letzten Jahren wurden Stimmen laut, dass Salz ja gar nicht so böse sei – der Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei gar nicht bewiesen. Was stimmt nun? Müssen wir bei Tisch tatsächlich aufs Nachsalzen verzichten und Salzstangerl und Co abschwören, wenn wir gesund bleiben wollen? Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage geprüft.

Gesundheitsratschlag zur Reduktion ist berechtigt

Ein Blick auf die wissenschaftliche Studienlage zeigt: Wer seinen Salzkonsum verringert, senkt damit auch klar seine Blutdruckwerte. Soweit sind die Gesundheitsratschläge zur Salzreduktion also berechtigt. Weniger gut abgesichert ist hingegen, ob dadurch auch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und ähnliche Erkrankungen sinkt. Bluthochdruck ist ein bekannter Risikofaktor für solche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er kann – muss aber nicht – die Herzgesundheit beeinträchtigen.

Noch gibt es zu wenige aussagekräftige Studien, die das direkt überprüft haben. Doch in den Untersuchungen, die bereits durchgeführt wurden, scheint die Verringerung des Salzkonsums einige Teilnehmer vor diesen Krankheiten bewahrt zu haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt daher, pro Tag nicht mehr als fünf Gramm Salz zu essen – das entspricht etwa einem Teelöffel voll.

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