Ist kolloidales Gold gesundheitsfördernd?

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Gold als Nahrungsmittel soll die Symptome vieler Krankheiten verbessern oder vorbeugen.

Gold hat die Menschheit seit jeher fasziniert. Vom Schmuck bis zur Zahnfüllung, von Münzen bis zum Computer-Einbauteil kommt das vielseitige Metall heute zum Einsatz. Wer es besonders edel will, kann sogar Sekt mit Goldplättchen schlürfen oder sich Luxuscremes mit Goldpartikeln auf die Haut schmieren. Im Internet wird Gold auch als Naturheilmittel angeboten: in Form von „kolloidalem Gold“. Kolloidal bedeutet „sehr fein verteilt“. Die intensiv rote Flüssigkeit soll angeblich wenige Nanometer kleine Goldpartikel enthalten.

Angeblich breites Einsatzspektrum

Behauptet wird, die Flüssigkeit könnte bei Krankheiten wie Alzheimer, Multipler Sklerose oder rheumatoider Arthritis vorbeugend oder heilend wirken, Denkprozesse verbessern, Impotenz bekämpfen, die Stimmung heben, den Alterungsprozess verlangsamen, Erschöpfung und Depressionen lindern oder gegen Krebs helfen, um nur einige der Lobpreisungen zu nennen.

Gewagte Versprechen

Aber: Die Versprechen sind gewagt. Denn es gibt keine Studien. Es wurde also nie an Menschen untersucht, ob oder welche vorbeugenden und heilenden Wirkungen oder Nebenwirkungen die trinkbaren Gold-Nanopartikel haben könnten.

Einsatz bei Autoimmunerkrankungen

In anderer Form wird Gold in einigen medizinischen Bereichen aber sehr wohl verwendet, etwa bei Autoimmunkrankheiten. Manchmal erhalten zum Beispiel Patientinnen und Patienten mit rheumatoider Arthritis („Rheuma“) Tabletten mit Gold oder bekommen sogar Goldsalze in den Körper gespritzt. Allerdings werden diese Goldbehandlungen wegen häufiger und mitunter ernster Nebenwirkungen normalerweise erst eingesetzt, wenn andere Therapien nicht fruchten.

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( kurier.at , iteu ) Erstellt am 23.07.2017