Wissen und Gesundheit
17.12.2017

Hilft Musik bei der Rehabilitation?

Schlaganfall-Patienten setzen auf die Unterstützung der Musiktherapie.

Ein Schlaganfall ist ein Schock für Betroffene und Angehörige. Er entsteht dadurch, dass ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr richtig durchblutet wird. Zwar überleben heute die meisten Menschen einen Schlaganfall, die Auswirkungen können dennoch gravierend sein. Möglich sind Probleme beim Sprechen, Lähmungen, Schwierigkeiten beim Sehen oder beim Denken. Auch Niedergeschlagenheit und Trauer sind in Folge nicht selten. All dies kann das tägliche Leben sehr einschränken.

Zurück in den Alltag kommen

Rehabilitationsprogramme und Therapien sollen helfen, dass Betroffene möglichst bald wieder selbständig ihren Alltag bewältigen können. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig und reichen von Physiotherapie und Fitnessprogrammen bis hin zu Sprachtrainings. Auch Musiktherapie bieten etliche Reha-Kliniken an.

Spezielle Musikrhythmen

Bisherigen Studien zufolge scheint Musiktherapie vor allem bei Problemen mit dem Gehen hilfreich zu sein. Ein kräftiger Takt unterstützt die Betroffenen dabei, wieder richtig gehen zu lernen. Dank spezieller Musikrhythmen konnten die Schlaganfall-Patienten in den Untersuchungen zu Studienende mehr und größere Schritte zurücklegen als vor dem Therapieprogramm. Wichtig dafür scheint die Kombination aus Rhythmus und Musik zu sein. Bloßes, regelmäßige Tick-Tack , wie es etwa ein Metronom erzeugt, hat offensichtlich keine besondere Wirkung.

Auch bei anderen Beeinträchtigungen bieten Kliniken oft Musiktherapie an. So soll das selbst Musizieren auf einem Instrument die Beweglichkeit verbessern oder Singen das Sprechen unterstützen. Ob auch das funktioniert, ist bisher allerdings nicht belegt. Hier müssen zukünftige Studien für Klarheit sorgen.

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