Wissen und Gesundheit
18.06.2017

Helfen Bienenprodukte gegen Krebs?

Propolis & Co. wird viel Heilkraft nachgesagt.

Produkte aus dem Bienenstock haben eine lange Geschichte als Heilmittel. Schon für Hippokrates war Honig eine Art Universalmedizin. Auch Propolis und Gelee Royale – dem Futter für die Bienenkönigin – wird Heilkraft nachgesagt. Unter anderem wird behauptet, sie könnten Menschen im Kampf gegen eine Krebserkrankung unterstützen oder zumindest unangenehme Nebenwirkungen von Krebstherapien lindern. Das Team von Medizin-Transparent.at hat die Studienlage zu diesen Fragen gecheckt.

Wissenschaftlich nicht belegt

Leider können die bisherigen Untersuchungen nicht überzeugen. So lässt sich derzeit nicht sagen, ob Honig, Propolis & Co. zur Therapie von Krebs beitragen könnten. Zwar lieferten Experimente im Reagenzglas oder mit Versuchstieren Hinweise darauf, dass die Erzeugnisse der fleißigen Bienen, aber auch das Gift aus ihrem Stachel Krebszellen am Wachsen oder der Ausbreitung hindern oder sie gar abtöten könnten. Ob das aber im menschlichen Körper genauso funktioniert, ist nicht untersucht und damit offen.

Als Begleitung für Chemo- oder Strahlentherapie?

Auch ob Bienen-Mittel als Begleitung einer Chemo- oder Strahlentherapie Linderung bringen können, ist nicht ausreichend untersucht. Zwar gibt es ein paar vorsichtige Hinweise in diese Richtung: So könnten bei Krebs im Halsbereich langwierige und schmerzhafte Schleimhautentzündungen unter Umständen durch Gelee Royale oder Honig gelindert werden. Allerdings widersprechen sich hier die Studien zum Teil. Die meisten Untersuchungen waren außerdem zu klein und auch sonst zu schlecht gemacht, um eine verlässliche Aussage zuzulassen.

Und Achtung: Vor allem Menschen, die an Allergien leiden, sollten mit Bienenprodukten sehr vorsichtig sein. Propolis und Gelee Royale beispielsweise können bei empfindlichen Personen und bei Menschen mit Asthma schwere allergische Reaktionen auslösen.

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