Wissen und Gesundheit
03.09.2017

Beeinträchtigt ein Kaiserschnitt die Gesundheit des Kindes?

Mögliche Spätfolgen verunsichern viele Mütter.

Längst ist die Geburt per Kaiserschnitt keine Ausnahme mehr. In Österreich kommt bereits ein Drittel aller Neugeborenen durch einen Schnitt im Bauch zur Welt. Kritiker weisen darauf hin, dass diese Art der Geburt nicht nur „unnatürlich“ sei, sondern auch die Gesundheit des Kindes langfristig beeinträchtigen kann. Doch ist das bloß ein Mythos?

Tendenz zu Übergewicht

Tatsächlich zeigen Studien, dass per Kaiserschnitt zur Welt gekommene Kinder mit geringfügig höherer Wahrscheinlichkeit im späteren Leben übergewichtig werden als herkömmlich Geborene. Dass der Grund dafür jedoch tatsächlich der Kaiserschnitt ist, können die Studien nicht belegen.

Wer übergewichtig ist, ist zudem nicht zwangsläufig auch krank. Und dass wir auch die Schuld für Erkrankungen in der Jugend oder im Erwachsenenalter auf die Art unserer Geburt schieben können, ist fraglich.

Diabetes, Asthma, Allergien?

So gibt es die Vermutung, dass per Kaiserschnitt zur Welt gekommene häufiger an Typ 1 Diabetes, Asthma oder Allergien erkranken. Diesen Verdacht können bisherige Studien jedoch nicht erhärten – nicht etwa, weil sie das Gegenteil zeigen, sondern weil sie zu aufgrund von Problemen bei der Durchführung schlicht zu wenig aussagekräftig sind. Für mehr Aufklärung können nur zukünftige Studien sorgen, die sich strenger an wissenschaftliche Kriterien halten.

Über die langfristigen Auswirkungen wissen wir also noch nicht viel, kurzfristig ist jedoch mehr bekannt: so haben Neugeborene nach einem Kaiserschnitt beispielsweise häufiger mit Atemproblemen zu kämpfen.

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