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Infektion
03/10/2015

Masern: Was tun, wenn ein Fall im Umfeld auftritt?

Die ersten Schritte, wenn bekannt wird, dass Personen, mit denen man zu tun hatte, infiziert sind.

von Elisabeth Gerstendorfer

Die Masernfälle in Wels und Graz sorgen derzeit für Verunsicherung, vor allem bei jenen, die mit den Betroffenen in Kontakt waren. Darunter sind nicht nur Schulkollegen des in Wels erkrankten HTL-Schülers, sondern auch jene 150 bis 170 Kinder, die mit der infizierten Krankenpflegerschülerin an einer Ambulanz zu tun hatten. Was passiert, wenn man mit einem Infizierten Kontakt hatte? Der KURIER beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was kann man machen, wenn man Kontakt mit einem Infizierten hatte?

Die Gesundheitsbehörde sieht einen klaren Ablaufplan vor, wenn ein Masernfall, etwa in einer Schule, auftritt. Wenn jemand Kontakt mit einem Infizierten hatte, erfolgt in der Regel eine sogenannte Abriegelungs-Impfung. Das bedeutet, Personen, die mit dem Infizierten zu tun hatten, erhalten die übliche Masernimpfung. „Je weniger Zeit zwischen dem Kontakt mit der infizierten Person und der Impfung vergeht, desto effizienter wirkt diese. Nach einer Woche ist der Schutz nicht mehr so gut gegeben“, sagt Infektiologe Herwig Kollaritsch.

Wie ansteckend sind Masern?

Wenn klar ist, dass ein Kontakt stattgefunden hat, sollte eine mögliche Infektion abgeklärt werden. Kollaritsch: „Ein Infizierter steckt im Schnitt zwölf bis 18 weitere an. Zum Vergleich: Bei Grippe sind es im Schnitt zwei Personen.“ Hinzu kommt, dass das Virus in der Luft und auf infizierten Oberflächen, z.B. auf Türschnallen bis zu zwei Stunden infektiös bleiben kann.

Woran kann man eine Infektion erkennen?

Erste Symptome treten erst etwa 14 bis 21 Tage nach der Infektion auf. Dazu zählen anfangs Unwohlsein, Fieber, Entzündungen der Atemwege und der Bindehaut sowie der für Masern charakteristische Hautausschlag. Bei etwa 20 Prozent der Erkrankten kommt es zu Komplikationen bis hin zu Gehirnhautentzündungen. Einer von 1000 Masernerkrankten stirbt.

Was sollte passieren, wenn ein Masernfall im persönlichen Umfeld auftritt?

In Österreich müssen alle Masernfälle an die Gesundheitsbehörde gemeldet werden. Personen aus dem Umfeld werden in weiterer Folge kontaktiert und untersucht bzw. geimpft – sofern dies bekannt ist, etwa bei Klassenkollegen in einer Schule.

Wann sollte ich meinen Impfstatus prüfen lassen?

Den Impfstatus zu überprüfen, schadet nicht. Die Impfung kostet je nach Labor ca. 13 Euro bis 19 Euro. Impflücken gibt es bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen bis 45, die als Kleinkinder noch nicht zwei Mal gegen Masern geimpft wurden. Und die Jahrgänge 1966 bis 1976 haben – sofern nicht ein natürlicher Schutz durch eine Erkrankung im Kindesalter besteht – einen Impfstoff erhalten, der heute wahrscheinlich nicht mehr wirkt. Bis 45 Jahre ist der Impfschutz kostenlos.

Was sieht der Impfplan vor?

In Österreich sind zwei Masern-Impfungen im zweiten Lebensjahr vorgesehen (ab dem elften Lebensmonat, nach frühesten vier Wochen die zweite Impfung), noch vor zehn Jahren war die erste Teilimpfung im 2. Lebensjahr, die zweite im Schulalter vorgesehen. Bei fehlender Immunisierung ist eine „Nachimpfung“ in jedem Alter zu empfehlen.

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