Wissen und Gesundheit
01.04.2017

Screening bei starken Rauchern rettet Leben

20 Prozent weniger Todesfälle dank Untersuchung, heißt es in einer großen US-Studie.

Ein spezielles Lungenkrebs-Screeningprogramm bei starken Rauchern rettet Leben. Auf diese Aussage einigten sich am Samstagvormittag Experten bei einer Tagung der Zentraleuropäischen Initiative gegen Lungenkrebs in Prag. Eine US-Studie hat mit CT-Tests eine Reduktion der Lungenkarzinom-Mortalität um 20 Prozent ergeben. Auch in Österreich dürfte sich bald die Frage nach einem solchen Programm stellen.

Die US-Studie wurde laut laut New England Journal of Medicine mit 53.000 Probanden durchgeführt. Die zu den Tests Eingeladenen waren 55 bis 74 Jahre alt, schwere Raucher (30 Jahre täglich eine Packung Zigaretten) oder seit weniger als 15 Jahren Ex-Raucher (mit 30 „Pack years“). Sie wurden zumindest drei Mal im Abstand von einem Jahr per Low-Dose-Computertomografie oder herkömmlichem Lungenröntgen untersucht.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Lungenkarzinom-Sterblichkeit in der Low-Dose-CT-Probandengruppe durch frühere Entdeckung eines Tumors um 20 Prozent gesenkt werden konnte.