Wissen und Gesundheit
30.06.2017

Der elektronische Impfpass soll 2018 starten

Vergessene Impfungen oder Mehrfachimpfungen sollen damit der Vergangenheit angehören.

Österreichs Patienten werden ihre Impfdaten bald elektronisch abrufen können. Bereits 2018 soll der Impfpass in Pilotbetrieb gehen, am Freitag wurde das Projekt in Auftrag gegeben, hieß es in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums in Wien.

Der Ausbau moderner Technologien ist ein zentraler Schwerpunkt im Fahrplan Gesundheit 2021, der am Freitag von der Zielsteuerungskommission, bestehend aus Vertretern aus Bund, Ländern und Sozialversicherung, behandelt wurde. Festgeschrieben wurde er bereits im April in einem sogenannten Zielsteuerungsvertrag.

Individuelles Erinnerungsservice

"Mit dem e-Impfpass ist eine lückenlose Dokumentation und ein individuelles Erinnerungsservice möglich – vergessene Impfungen oder unnötige Mehrfachimpfungen gehören damit der Vergangenheit an", sagt Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. Derzeit sei der Impfstatus in Österreich meist unvollständig oder nicht durchgängig dokumentiert.

Zuletzt gab es heftige Diskussionen um die Masern-Impfungen. Sechs Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen, das sind etwas mehr als 20.000 Kinder, sind derzeit in Österreich gar nicht gegen Masern geimpft. Etwa zehn Prozent aller geimpften Kinder sind kein zweites Mal geimpft.