Wissen und Gesundheit
15.07.2017

Kicken fördert das Knochenwachstum

Fußballer im Teenager-Alter steigern die Knochendichte durch Gewichtsbelastung mehr als Schwimmer und Radfahrer.

Schwimmen und Radfahren fördern die Gesundheit. Wenn es um das Knochenwachstum geht, ist aber Fußball die Sportart erster Wahl. Britische Forscher haben herausgefunden, dass Dribbeln, Passen und Schießen die Knochendichte von jungen Kickern deutlich erhöhen. Sie verglichen den Knochenmineralgehalt von 116 Burschen im Alter von zwölf bis 14 Jahren. Und kamen zu dem Schluss:

Im Bereich der Lendenwirbelsäule war der Mineralgehalt nach einem Jahr Training um sieben Prozent höher als der von Radfahrern, beim Oberschenkelhals um fünf Prozent. Bei der Kontrollgruppe der Radfahrer und Schwimmer unterschied sich die Knochenentwicklung kaum jener von bewegungsfaulen Teenagern.

Positiver Effekt durch Gewichtsbelastung

Die Forscher machen die Gewichtsbelastung der Knochen verantwortlich für den positiven Effekt. Junge Radfahrer und Schwimmer könnten demnach möglicherweise davon profitieren, Übungen mit mehr Gewichtsbelastung in ihr Training einzubauen. Eine hohe Knochendichte schützt später vor Brüchen und Osteoporose.

Die Ergebnisse der Studie sind erschienen in der Fachzeitschrift Journal of Bone and Mineral Research. Erstautor ist Dimitris Vlachopoulos von der University of Exeter.