Kaffeegenuss mit Vorteilen

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Typ-2-Diabetes, Krebs oder Alzheimer: Kaffee kann - bei maßvollem Konsum - das Risiko für verschiedene Krankheiten senken.

Die jüngste Studie betrifft den hellen Hautkrebs: Frauen, die täglich mehr als drei Tassen Kaffee trinken, haben ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko, hellen Hautkrebs zu entwickeln als Frauen, die täglich weniger als eine Tasse trinken. Bei Männern sank das Risiko um neun Prozent. Das zeigt die Auswertung der Daten von fast 113.000 Erwachsenen aus mehr als 20 Jahren durch die Harvard Medical School in Boston. Zwar handelt es sich vorerst lediglich um Schlussfolgerungen, der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt. "Aber unsere Studie weist darauf hin, dass Kaffee eine Möglichkeit sein könnte, vor Hautkrebs zu schützen", sagt Studienleiter Fengju Song.

Diese Studie ist die jüngste einer Reihe von Publikationen, die in den vergangenen Jahren auf positive gesundheitliche Wirkungen des Kaffees hinwiesen. So haben Frauen, die täglich mehrere Tassen Kaffee trinken - laut einer Anfang Oktober publizierten Analyse der Harvard-Medical-School -, ein um 20 Prozent niedrigeres Depressionsrisiko im Vergleich zu jenen, die keinen oder nur sehr wenig Kaffee trinken. Das zeigte die Auswertung von Daten von 50.000 US-Amerikanerinnen. Auch hier sind die Zusammenhänge noch nicht geklärt - weshalb es auch zu früh für Empfehlungen ist, Kaffee als Stimmungsaufheller zu konsumieren.

Die Menge macht's

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"Man kann aber nicht pauschal sagen, dass Kaffeekonsum immer gesund ist", sagt Univ.-Prof. Veronika Somoza, neue Professorin für die Biofunktionalität von Lebensmitteln an der Universität Wien (siehe unten). "Es kommt auf die Menge an. Man sollte es bei einem moderaten Konsum von drei, maximal vier Tassen zu je 150 Milliliter pro Tag belassen, um negative Effekte von Koffein weitgehend zu vermeiden."
Bei einer derartigen Menge habe sich unter anderem auch ein verringertes Risiko von Typ-2-Diabetes, Alzheimer-Erkrankungen sowie bestimmten Krebsarten (z. B. Darm- oder Prostatakrebs) gezeigt. "Die Betonung liegt aber auf vermindertem Risiko. Kaffee bietet keinen Schutz vor derartigen Erkrankungen."

"Aus gesundheitlichen Gründen wäre am besten entkoffeinierter Kaffee", sagt Somoza: "Da hat man die Schutzeffekte etwa vor Typ-2-Diabetes, vermeidet aber gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen auf das Zentralnervensystem wie etwa eine erhöhte Herzfrequenz." Laut einer neuen Studie der Universität von Detroit kann der tägliche Konsum von zwei Dosen eines Energy-Drinks den Blutdruck ansteigen lassen, berichtete Studienleiter James Kalus auf einem Kardiologenkongress in Orlando. Anders sei dies bei Kaffee: Studien würden zeigen, dass sich der Körper an den Konsum vergleichbarer Mengen Koffein in Kaffee in der Regel nach wenigen Tagen gewöhne, den Blutdruck also nicht dauerhaft erhöhe.

Doch auch hier rät Somoza zur Vorsicht: "Es gibt empfindliche Personen, bei denen Kaffee eine Blutdruckerhöhung bewirken kann." Überholt ist die Ansicht, dass Kaffee ein Flüssigkeitsräuber ist und entwässere. Somoza: "Man kann ihn zur täglichen Flüssigkeitszufuhr dazuzählen."

Vortrag: Wie gesund ist Kaffee tatsächlich?

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Antrittsvorlesung "Die Tasse Kaffee am Morgen: Ein gesunder Muntermacher?" So lautet der Titel der Antrittsvorlesung von Veronika Somoza (Bild rechts), Professorin für Biofunktionalität von Lebensmitteln an der Uni Wien. Sie findet im Rahmen der "Wiener Vorlesungen" am Montag, 14.11., 18 Uhr, im Großen Festsaal der Uni Wien statt.

(kurier) Erstellt am
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