Wissen
27.02.2018

Influenza: Vorerst nur geringer Rückgang

In Wien stagnierten die Erkrankungszahlen in der Vorwoche auf hohem Niveau, insgesamt geht die Virenaktivität aber leicht zurück.

"Bei uns in der Firma sind so viele krank" - Diesen Satz kann man derzeit immer wieder hören. Tatsächlich ist die Grippewelle aber noch nicht vorbei - die Zahl der Neuerkrankungen ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. In Wien gab es in der Vorwoche (Kalenderwoche 8) neuerlich hochgerechnet 14.200 Neuerkrankungen an Grippe und grippalen Infekten, so wie bereits in der Vor-Vorwoche (Kalenderwoche 7). Die höchste Zahl bisher waren 14.600 Neuerkrankungen in einer Woche Anfang Februar. Die Daten basieren auf den Meldungen ausgewählter Ärzte und einer anschließenden Hochrechnung für ganz Wien, die vom Grippemeldedienst der Stadt Wien (Gesundheitsdienst) durchgeführt wird.

Einen leichten Rückgang an Neuerkrankungen gab es in der Vorwoche in Graz - von 3200 Neuerkrankungen in der Kalenderwoche sieben auf 3000 in der Kalenderwoche acht.

Insgesamt rückläufige Virusaktivität

Auch wenn die Erkrankungszahlen vorerst noch auf hohem Niveau stagnieren, besteht Hoffnung: Insgesamt ist die Aktivität der Influenzaviren "rückläufig" in Österreich und - leicht - auch in Europa, heißt es beim Diagnostischen Influenza Netzwerk Österreich.

Übrigens: Jenes Influenza-A-Virus, das im vergangenen Winter in Australien für eine extrem starke Grippe-Welle gesorgt hat (und auch in Österreich im vergangenen Jahre dominant war), spielte bei uns in dieser Saison bisher nur eine sehr untergeordnete Rolle.

57 Prozent der Infektionen waren zuletzt Influenza-B-Viren, 40 Prozent Influenza-A(H1N1)-Viren. Das A(H3N2)-Virus, das für die heftige Infektionswelle in Australien verantwortlich war, fand sich hingegen nur in sehr wenigen Schleimhautproben.