Wissen und Gesundheit
10.05.2017

Spezielle Schmerzmittel erhöhen Herzinfarkt-Risiko

Bei Einnahme hoher Dosen ist die Gefahr innerhalb der ersten 30 Tage am höchsten.

Nicht steroide, antiinflammatorische Schmerzmittel - sogenannte NSARs - sind beliebte Mittel, um Schmerzen und Entzündungen zu bekämpfen. Doch schon länger stehen Produkte mit Markennamen wie Ibuprofen oder Diclofenac im Verdacht, als Nebenwirkung die Herzgesundheit negativ zu beeinflussen. Ein internationales Forscherteam fand nun einen Zusammenhang zwischen der Einnahme der Schmerzmittel und dem Risiko für Herzinfarkte.

Die Forscher analysierten die Daten von 446.763 Menschen aus Kanada, Finnland und Großbritannien. Die im "British Medical Journal" veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass das Infarktrisiko am meisten in den ersten 30 Tagen ansteigt, wenn hohe Dosen der Schmerzmittel eingenommen werden.

Auch andere Faktoren möglich

Doch die Daten sind nicht so klar, wie sie auf den ersten Blick scheinen - das räumen auch die Wissenschaftler selbst ein. Für das erhöhte Infarktrisiko könnten nämlich auch andere Faktoren ausschlaggebend sein, wie etwa Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht. Bei der Einnahme von NSARs müssten immer Risiko und Nutzen individuell abgewogen werden, empfehlen Experten.

Schmerzsalben sind eine beliebte Alternative zu Tabletten. "Öko-Test" testete 19 gängige Produkte. Die Ergebnisse lesen Sie hier.