Wie intelligent wir sind, hängt sowohl von unseren Genen als auch von den Umweltbedingungen ab, ist aber ab einem bestimmten Alter relativ stabil. Aber kann Gehirntraining das ändern?
 

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Forschung
06/02/2016

Genetische Ursache für Multiple Sklerose gefunden

Es ist bekannt, dass MS in Familien weitervererbt wird - nun wurde das verantwortliche Gen gefunden.

von Laila Daneshmandi

"Diese Entdeckung ist entscheidend, um Multiple Sklerose zu verstehen", erklärt der Genforscher Carles Vilarno-Güell von der University of British Columbia in Vancouver. "Man weiß noch sehr wenig über die biologischen Prozesse, die diese Krankheit auslösen und diese Entdeckung hat großes Potenzial für die Entwicklung neuer Behandlungswege, um die Ursachen der Krankheit zu beheben und nicht nur die Symptome."

MS ist eine neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem das Myelin angreift, welches die Nervenfasern schützt. Dadurch wird der Informationsfluss zwischen dem Gehirn und dem Körper gestört. Weltweit sind rund zwei Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen - und im fortgeschrittenen Stadium gibt es kaum zufriedenstellende Behandlungsmöglichkeiten.

Etwa zehn bis 15 Prozent der Fälle dürften erblich bedingt sein - doch bis jetzt hatten Forscher nur einen schwachen Zusammenhang zwischen Genmutationen und dem Risiko MS zu bekommen gefunden. Menschen, die diese neu entdeckte Genmutation in sich tragen, dürften nun allerdings ein 70-prozentiges Risiko haben, dass die Krankheit bei ihnen ausbricht.

Für ihre Entdeckung haben die Forscher Genmaterial von rund 2000 Familien in Kanada untersucht. Bei einer Familie, die in zwei Generationen fünf Fälle von MS hatte wurden die Gene sequenziert, um seltene Mutationen bei den Betroffenen Mitgliedern zu finden. Nachdem sie das entscheidende Gen gefunden haben, überprüften sie weitere Familien mit mehreren MS-Fällen - und auch dort war es vorhanden.

„Auch wenn nur einer von 1000 MS-Patienten diese Mutation hat, haben wir ähnliche Veränderungen bei fortgeschrittener MS gefunden – neue Behandlungsstrategien auf diesem Weg könnten also auch ihnen helfen.“

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