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30.03.2017

Gemeinsam für die Forschung

Bereits 7000 Österreicher sind Citizen Scientists. Für die Besten gab es Preise.

Wissenschaft macht offensichtlich Spaß: Anders ist es nicht zu erklären, dass bereits mehr als 7000 Personen im Rahmen des Citizen Science Awards 2015 und 2016 mitgeforscht haben. Sie haben an insgesamt 14 Projekten teilgenommen.

Fragen über Fragen stellten die Wissenschaftler im vergangenen Jahr: Wie verändert sich die österreichische Landschaft? Wie viele Igel gibt es in Österreichs Gärten? Wie kann man mit Teebeuteln die Zersetzungsrate organischen Materials in Böden messen? Und wie viele Dachse leben eigentlich in Wien und Umgebung?

Schulklassen und auch Einzelpersonen sammelten akribisch Daten, die an den Forschungseinrichtungen später ausgewertet wurden. Für ihre Arbeit wurden die Hobbyforscher dann am Ende belohnt. Höhepunkt des Citizen Science Awards ist nämlich die jährliche Festveranstaltung, bei der die Sieger, die am engagiertesten Daten an die Projekte übermittelt hatten, vor den Vorhang geholt werden.

2015 fand die Festveranstaltung im Wiener Museumsquartier statt. Über 400 Jugendliche und Erwachsene aus ganz Österreich waren damals dabei, als die vier Forschungsprojekte vorgestellt und die 15 Siegerklassen geehrt wurden.

2016 wurden bei der Festveranstaltung im großen Festsaal der Universität Wien neben 17 Schulen auch zwanzig Vereine, Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet. Von der Volksschule bis zur HTL waren alle Schultypen mit dabei, auch ein Kindergarten und ein Nachbarschaftsgarten beteiligten sich. Zusätzlich wurde jedes Jahr ein Sonderpreis über 3000 Euro an jene Klasse vergeben, die durch besonders einfallsreiche Strategien einen breiten Personenkreis für die Mitwirkung an einem Projekt gewinnen konnte.

"Unseren Schülern war es wichtig, einen Beitrag dazu zu leisten, bedrohte Schmetterlingsarten zu schützen."Sonja Maier (Weinbergschule Seekirchen)

Der Sonderpreis über 3000 Euro erging an die Schüler der Weinbergschule Seekirchen am Wallersee. Sie zeigten in einem kreativen Video, wie sie Verwandte, Bekannte und weitere Personen in ihrer Umgebung davon überzeugten, beim Projekt "Abenteuer Faltertage" mitzumachen. Direktorin Sonja Maier war hoch erfreut: "Unseren Schülern war es wichtig, einen Beitrag leisten zu können, um bedrohte Schmetterlingsarten zu schützen."

Vertreter des fördernden Wissenschaftsministeriums gratulieren den Preisträgern und erläutern das Projekt: "Wir müssen eine Brücke zwischen Experten und Laien bauen und neue Prozesse für die gemeinsame Wissensfindung etablieren. Durch die Beteiligung der Bevölkerung rückt die Wissenschaft näher an die betroffenen Personen heran und bekommt neue unkonventionelle Blickwinkel für die Arbeit. Das große Interesse an diesem Award zeigt, dass Citizen Science ein wichtiges Thema mit viel Potenzial für die Zukunft ist".

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Überblick

Programm Sparkling Science
Beim Forschungsprogramm Sparkling Science werden Schüler aktiv in den Forschungsprozess einbezogen. Bisher wurden 260 Projekte mit insgesamt 29,2 Mio Euro gefördert. Mit den Projekten wurden ca. 78.000 Schüler, 2800 Forschende und Studierende und fast 1800 (angehende) Lehrkräfte erreicht. Die geförderten Projekte der letzten Ausschreibung starten im Sommer 2017.

Young Science-Zentrum
Das Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule informiert über Kooperationsmöglichkeiten zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen. Eigene Initiativen ermöglichen Schülern zudem den direkten Kontakt zu Wissenschaft und Forschung: Im Rahmen der Young Science-Themenplattform finden Jugendliche Anregungen für ihre Vorwissenschaftlichen Arbeiten und Diplomarbeiten. Im Zuge der Initiative "Young Science-Botschafter/innen" besuchen Forschende Schulen.

Zentrum für Citizen Science
Als Service- und Informationsstelle zielt das Zentrum für Citizen Science, Open Innovation und Responsible Science auf die Bekanntmachung und Weiterentwicklung dieser Konzepte ab. Es berät und vernetzt die Community, betreut den "Citizen Science Award" und die vom BMWFW, FWF und OeAD getragene Förderinitiative "Top Citizen Science".

Alle Maßnahmen werden vom BMWFW finanziert und sind bei der OeAD-GmbH angesiedelt.