Wissen und Gesundheit
23.10.2017

Geburt im Winter und Frühjahr: Weniger Depressionen bei Müttern

US-Forscher sehen in diesen Jahreszeiten einen möglichen Schutzfaktor.

Etwa zehn Prozent aller Frauen leiden unter vorübergehenden Depressionen, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht haben – Experten sprechen von einer postpartalen Depression (PPD). Forscher des Brigham & Women’s Hospital in Boston (USA) wollten herausfinden, welche Faktoren diese psychischen Verstimmungen auslösen.

Daten von mehr als 20.000 Frauen untersucht

Sie untersuchten dafür die Daten von insgesamt 20.169 Frauen, die zwischen Juni 2015 und August 2017 Kinder zur Welt gebracht hatten. In Summe litten 817 (4,1 Prozent) dieser Frauen unter Depressionen nach der Geburt. Die Studie wurde beim Jahrestreffen der American Society of Anesthesiologists präsentiert.

Schutzeffekt durch Innenräume?

Besonders stark betroffen waren Frauen, die im Sommer und Herbst geboren hatten. Bei jenen, deren Babys im Winter und im Frühjahr zur Welt gekommen waren, traten die Beschwerden seltener auf. Die Forscher vermuten, dass im Winter und Frühling der vermehrte Aufenthalt in Innenräumen einen Schutzeffekt auf die Frauen hat. Generell waren ältere Frauen seltener von den Beschwerden betroffen.