Wissen und Gesundheit
14.01.2018

Einer der siamesischen Zwillinge nach Trennung gestorben

Der Engriff erfolgte in Saudi-Arabien. Dem zweiten Baby geht es unterdessen besser und es mus nicht mehr künstlich beatmet werden.

Nach der Trennung von siamesischen Zwillingsschwestern aus dem Gazastreifen in einer aufwändigen Operation in Saudi-Arabien ist eines der Mädchen gestorben. Farah sei klinisch tot, teilte das saudi-arabische Informationsministerium am Wochenende mit. Ihre Schwester Hanin befinde sich fünf Tage nach der Operation in Riad hingegen in einem stabilen Zustand und erhole sich.

Das Mädchen atme normal und werde derzeit künstlich ernährt, erklärte der Arzt Abdullah al-Rabiah, der die Operation im König-Abdallah-Kinderkrankenhaus geleitet hatte. Auf eine künstliche Beatmung sei das Baby nun nicht mehr angewiesen.

Farah und Hanin waren im vergangenen Oktober im Gazastreifen zur Welt gekommen. Der Chef der Geburtsstation des Shifa-Krankenhauses von Gaza-Stadt, Allam Abu Hamda, hatte der Nachrichtenagentur AFP damals gesagt, die Mädchen hätten ein eigenes Herz und eigene Lungen, aber ein gemeinsames Bein. Sie müssten dringend außerhalb des Palästinensergebiets operiert werden. Im Gazastreifen könne der komplizierte Eingriff nicht vorgenommen werden.

Im November 2016 waren im Gazastreifen schon einmal siamesische Zwillinge geboren worden. Die Schwestern überlebten jedoch nicht. In dem seit einem Jahrzehnt von Israel abgeriegelten Palästinensergebiet konnte ihnen medizinisch nicht geholfen werden.