Wissen und Gesundheit
09.01.2018

Für Bewegung ist es nie zu spät

Selbst wenn man erst mit 50 beginnt zu trainieren, ist der Effekt hoch - aber nur bei hohem Trainingspensum.

Bewegung bringt etwas, darüber sind sich Wissenschaftler und Ärzte schon lange im Klaren. Eine neue Studie aus den USA hat nun deutlich wie nie gezeigt, dass sie dem Körper auch dann etwas bringt, wenn man erst spät damit beginnt. Voraussetzung: Hohe Trainingsdosis und ein Start vor dem 65. Lebensjahr.

Kardiologen aus Dallas (UT Southwestern Medical Center Dalles und Texas Health Resources) untersuchten dafür 53 Erwachsene zwischen 45 und 64 Jahren mit insgesamt gutem Gesundheitszustand, die aber bis jetzt bewegungsfaul waren. In zwei Gruppen geteilt wurde ein unterschieldich intensives Train ingsprogramm absolviert, die Erkenntnis war deutlich - bei der "Bewegungsgruppe" verbesserte sich die Konstitution des Herzmuskeln messbar. Fazit der Forscher: Mit körperlichem Training konnten die Probranden, alle über 45 Jahredas Risiko einer Herzerkrankung deutlich senken. Selbst jene, die bislang keine oder nur sehr wenig Bewegung machten, werden dadurch deutlich und sichtbar gesünder.

Die schlechte Nachricht

Leider haben die Forscher zwar herausgefunden, dass der Effekt schon nach der ersten Trainingswoche sichtbar ist, es aber bis zu zwei Jahre regelmäßigen Trainings bedarf, um das Risko der Herzschwächen signifikant zu reduzieren. Und auch das nur, wenn man mindestens viermal pro Woche trainiert. "Dennoch", betont Stuidneleiter Dr. Benjamin Levine, "seien die Erkenntnisse hilfreich: Wir versuchen seit Jahrzehnten den Anteil der Gesunden in der Altersgruppe über 50 Jahren zu erhöhen. Dabei ist die Botschaft wichtig: es ist nie zu spät, um mit der bewegung zu beginnen."