© dapd/Stefan Simonsen

Studie
01/14/2016

Erektion: Wie Heidelbeeren und Zitrusfrüchte helfen

Eine Studie mit 50.000 Männern zeigt, wie man erektile Dysfunktion reduzieren kann.

Männer, die mehrmals pro Woche Heidelbeeren, Kirschen, Brombeeren oder schwarze Ribisel essen, haben ein geringeres Risiko für Erektionsstörungen. Das gilt auch für Äpfel, Birnen, Rettich sowie Zitrusfrüchte und Rotwein. Ursache dafür sind enthaltene Pflanzenstoffe, die das Auftreten von Erektionsproblemen unwahrscheinlicher machen. "Männer, die regelmäßig Lebensmittel zu sich nahmen, die große Mengen der Pflanzenstoffe enthalten, hatten ein um zehn Prozent geringeres Risiko unter erektiler Dysfunktion zu leiden. Und damit meine ich Mengen von ein paar Portionen pro Woche", sagt Studienautor Aedin Cassidy der University of East Anglia.

Mehr dazu: Was hilft bei Erektionsproblemen?

Gemeinsam mit Forschern der Harvard University wurden insgesamt 50.000 Männer über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht. Die Effekte waren noch größer, wenn die genannten Lebensmittel mit Bewegung kombiniert wurden. Wer zusätzlich zur pflanzenstoffreichen Ernährung fünf Stunden pro Wochen spazieren geht, hat z.B. ein um 21 Prozent geringeres Risiko für Erektionsstörungen. Cassidy: "Wir wissen bereits, dass Lebensmittel mit hohem Gehalt an bestimmten Pflanzenstoffen das Risiko für Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Das ist aber die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen diesen Flavonoiden und erektiler Dysfunktion zeigt."

Erektionsprobleme betreffen knapp die Hälfte aller Männer im mittleren und höheren Erwachsenenalter. Die Effekte der Pflanzenstoffe sind umso besser, wenn die Männer unter 70 Jahre alt sind.