Wissen und Gesundheit
01.09.2017

Durch bewusstes Essen das Klima schützen

Unsere Nahrungsauswahl trägt einen großen Teil zu Treibhauseffekt und Klimawandel bei. Richtig einkaufen verbessert die Ökobilanz.

Auch wenn viele bei Klimaschutz nur an Industrie und Verkehr denken, ist bewusstes Essen ebenso wichtig für die Umwelt wie richtiges Entsorgen von Abfall oder das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln. Rund 20 Prozent aller CO²-Emissionen werden durch Lebensmittelherstellung und unsere Ernährung erzeugt. Das betrifft alle Ebenen - Produktion, Konsumverhalten, Verarbeitung und Transport.

Was die Konsumenten selbst in der Hand haben:

Lebensmittel aus biologischem Anbau

Wer biologische Produkte kauft, trägt dazu bei, dass bis zu 35 Prozent weniger Treibhausgase beim Anbau entstehen. Bei Milchprodukten zum Beispiel sind die Preisunterschiede von Bioprodukten und herkömmlichen Lebensmitteln überschaubar - biologische Lebensmittel sind also leistbar geworden.

Mehr pflanzliche Produkte als Fleisch

Das Treibhausgas-Potential von pflanzlichen Lebensmitteln beträgt durchschnittlich nur ein Zehntel im Vergleich zu tierischen Produkten. Wer beim Kochen den Fleischanteil gering hält und sich vor allem auf Gemüse und andere pflanzliche Produkte konzentriert, schützt das Klima. Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen, die man beachten sollte - eine davon ist Reis im Nassanbau, der eine intensive Bewirtschaftung fordert.

Regionale Produkte

Österreichische Produkte zu kaufen, spart Transportaufwand vom Produktionsort, was einen erheblichen Unterschied bei der CO²-Belastung machen kann. Besonders schädlich sind Flugtransporte, welche bei leicht verderblichen Produkten wie Avocado, importierten Erdbeeren oder Mangos notwendig sind. Ist der Anbau eines Nahrungsmittels nicht im Heimatland möglich, ist es besser, Produkte aus den eigenen Nachbarländern zu kaufen, empfehlen Klimaschutz-Experten - beispielsweise Orangen aus Italien statt aus Asien.

Essen nach Saison

Die Obst- und Gemüseproduktion in Glashäusern verbraucht wesentlich mehr Energie als der Anbau im Freien, da die optimalen Wachstumsbedingungen wie Temperatur und Lichtverhältnisse künstlich hergestellt werden müssen. Zusätzlich sollte man beachten, unverpackte Nahrungsmittel oder Produkte mit umweltschonender Packung zu konsumieren, auch Fertigprodukte sollten gemieden werden. Richtiges Lagern und eine Verarbeitung vor dem Ablaufdatum verhindern das Verderben und sorgen dafür, dass weniger Essen verschwendet wird. Dadurch spart man Geld und schont wiederum das Klima.