Wissen und Gesundheit
18.09.2017

Pink Ribbon: Was die Aktion in 15 Jahren bewirkt hat

15 Jahre "Pink Ribbon" in Österreich, 25 Jahre international: Die Initiative brachte einen offeneren Umgang mit Brustkrebs und knapp sechs Millionen Euro Spendengelder für die Österreichische Krebshilfe.

Mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit für Brustkrebs - und die Möglichkeiten der Früherkennung: Das ist das Ziel der Aktion "Pink Ribbon". Heuer gibt es gleich zwei Jubiläen: 15 Jahre Pink Ribbon Österreich und 25 Jahre Pink Ribbon International.

Die Pink Ribbon Aktion wurde 1993 von Evelyn Lauder und Alexandra Penney (Chefredakteurin des "Self Magazines") ins Leben gerufen. Heute wird die Aktion in mehr als 70 Ländern der Welt jährlich durchgeführt. Estée Lauder hat den Aufbau der Marke in Österreich von Anfang an maßgeblich unterstützt.

In Österreich startete die Österreichische Krebshilfe im Jahr 2002 die "Pink Ribbon Aktion". Im Mittelpunkt standen und stehen dabei drei Anliegen:
  • Erinnerung an die Wichtigkeit der Mammografie (ab 40 Jahren alle zwei Jahre)
  • Aufruf zur Solidarität mit Patientinnen und damit eine Enttabuisierung.
  • Das Spendensammeln für eine direkte und rasche Hilfe für Patientinnen.

Offenerer Umgang

„Die Pink Ribbon-Aktion hat auch in Österreich dazu beigetragen, dass Frauen offener mit der Erkrankung umgehen, die Anzahl der Mammografien sich verdoppelt hat und die erhaltenen Spenden für die Information und Soforthilfe für Brustkrebspatientinnen eingesetzt werden konnten“, so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof.Dr. Paul Sevelda.

„Bedauerlicherweise wurden aber unsere Forderungen zur Verbesserung des 2014 eingeführten„Brustkrebs-Früherkennungsprogrammes“immer noch nicht umgesetzt,“ so Sevelda. Die Krebshilfe stehe grundsätzlich hinter dem Programm, fordere jedoch seit Jahren drei Maßnahmen, damit das Programm zufriedenstellend läuft und auch verstärkt in Anspruch genommen wird, betont Sevelda:

„Erstens eine bessere und direktere Information der Frauen zu den Kriterien des Programmes.

Zweitens die bereits zugesagte Umsetzung, dass Ärzte raschest wieder entsprechend den Empfehlungen des Programms zur Mammografie zuweisen können und dadurch auch das Ergebnis der Untersuchung erhalten.

Und drittens endlich eine Lösung der Dokumentationsprobleme und damit der Qualitätssicherung." Die Krebshilfe appelliert an die Verantwortlichen, dies endlich umzusetzen, betont der Gynäkologe.

Die Spendenbilanz 2002 – 2016

Die Pink Ribbon Partner und Unterstützer sammelten von 2002 bis 2016 exakt 5.889.804 Euro für die Österreichische Krebshilfe. Diese Spenden wurden von der Krebshilfe für die Information über die Wichtigkeit der Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt sowie für Beratung und Hilfe für betroffene Frauen.

75.000 Mal konnte einer Frau durch die österreichweiten Krebshilfe-Beratungsstellen professionell psycho-onkologisch und finanziell geholfen werden. Die ordnungsgemäße und zweckgewidmete Verwendung wurde jedes Jahr vom Österreichischen Spendengütesiegelprüfer bestätigt.

Weltweit erkrankten in den vergangenen 25 Jahren laut Weltgesundheitsorganisation 40.500.000 Frauen und Männer (zirka ein Prozent der Gesamtzahl) an Brustkrebs. In Österreich waren 140.475 Frauen und Männer mit der Diagnose konfrontiert.

Alle Informationen zur Geschichte des "Pink Ribbon" (weltweit und in Österreich) gibt es in der Broschüre "Geschichte des Pink Ribbon". Als Download erhältlich unterwww.pinkribbon.atoderwww.krebshilfe.net