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Deutschland
03/01/2017

Astronautinnen gesucht: Sechs Frauen im Finale

Zwei der Finalistinnen sollen zu Raumfahrerinnen ausgebildet werden.

80 hatten sich beworben, sechs kamen in die engere Wahl. Sie haben nun Chancen, die ersten deutschen Astronautinnen zu werden. Unter den All-Anwärterinnen sind unter anderem Ingenieurinnen und eine Kampfpilotin, die jüngste ist 28, die älteste 37 Jahre alt. Zwei von ihnen sollen ausgebildet werden, eine soll 2020 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und dort zehn Tage bleiben. Sie hatten unzählige Tests über sich ergehen lassen und gezeigt, dass sie teamfähig sind - jetzt trennt sie nur noch ein Bewerbungsgespräch von ihrem großen Traum.

Woher das Geld dafür kommen soll, steht allerdings noch in den Sternen: Erstmals wurde die Suche nämlich privat organisiert – das medizinisch-psychologische Auswahlverfahren wurde vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt durchgeführt. Ziel ist es, mit Crowdfunding mindestens 50.000 Euro einzunehmen. Damit könne der erste Trainingsabschnitt finanziert werden, sagte Initiatorin Claudia Kessler. Für die gesamte Mission, die schätzungsweise mehr als 30 Millionen Euro kostet, werden Sponsoren gesucht.

Lego-Figuren

Vielleicht sollte man sich in dieser Causa an einen bekannten dänischen Spielwarenhersteller wenden: Lego wird demnächst berühmte Astronautinnen und Forscherinnen, die die US-Raumfahrtbehörde geprägt haben, mit einem eigenen Baukasten würdigen. Die Idee für das Set hatte ein Fan, der damit auf der Online-Plattform „Lego Ideas“ 10.000 Stimmen sammelte. Das ist die Voraussetzung dafür, dass der Spielwarenbauer die Fanvorschläge prüft. Lego wählte das Nasa-Set aus zwölf Modellen aus, mit denen Amateur-Designer von Mai bis September 2016 die nötigen Stimmen sammeln konnten.

Der Bauklötzchenriese begründete seine Wahl damit, dass das Set inspirieren könne und gleichzeitig eine wertvolle Spielerfahrung biete. Unter den vorgeschlagenen Lego-Figuren sind etwa die Nasa-Forscherin Katherine Johnson und die Astronautin Sally Ride. Bis Anfang 2018 will Lego über das endgültige Design und den Preis des Sets entschieden haben, bevor es in den Regalen landen kann. Auf die Geschichte der Forscherin Johnson geht auch der Film „Hidden Figures“ ein.

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