© Dyson

Frühgeburt
11/09/2014

Design-Preis für mobilen Baby-Inkubator

Das Gerät könnte kostengünstig zu früh geborenen Kindern das Leben retten.

Jedes zehnte Baby weltweit wird zu früh geboren. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ließen sich drei Viertel der auf Frühgeburten zurückzuführenden Todesfälle vermeiden, wenn die kleinsten Patienten auch in Entwicklungsländern rechtzeitig behandelt werden. Der 23-jährige Design-Absolvent James Roberts entwickelte einen kostengünstigen, mobilen Inkubator, in dem zu früh geborene Babys versorgt werden können. Das Gerät kann zum Transport zusammengeklappt werden und wird von einer Batterie betrieben, die die Versorgung bei Stromausfall für 24 Stunden aufrechterhält.

Der sogenannteMOM-Inkubatorwird manuell aufgeblasen und durch keramische Heizelemente erwärmt. Auf einem Bildschirm lassen sich Temperatur und Feuchtigkeit überwachen, die entsprechend der Schwangerschaftswoche eingestellt werden können. Ändert sich die voreingestellte Temperatur, erklingt ein Alarm. „Auslöser für MOM war ein Dokumentarfilm über Frühgeborene in Flüchtlings-Camps, der mich aufgerüttelt und angetrieben hat, mein Design Engineering für die Sache einzubringen“, sagt Roberts. Um die Entwicklung des Prototyps finanzieren zu können, verkaufte er sein Auto. Seine Vision: „Mein Traum ist, ein Kind zu treffen, dem mein Inkubator das Leben gerettet hat.“

Der Inkubator erfüllt die EU-Standards, seine Herstellung, Prüfung und Transport zum Einsatz würden etwa 300 Euro kosten. Zum Vergleich: Ein modernes Inkubationssystem mit der gleichen Leistung kostet rund 38.000 Euro. Bisher existiert allerdings nur ein Prototyp des MOM, mit dem Roberts den diesjährigen James Dyson Award, einen internationalen Designpreis, gewann. Mit dem Preisgeld von rund 38.400 Euro will Roberts die Entwicklung weiterer Prototypen finanzieren.

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